Umzug planen – worauf Mieter achten sollten

Umzug planen - worauf Mieter achten sollten

Ein Wohnungswechsel ist immer eine aufregende Angelegenheit, denn es müssen eine Menge Dinge organisiert und erledigt werden. Dabei ist es wichtig, einen klaren Kopf zu behalten. Wer böse Überraschungen und unnötige Stressituationen vermeiden möchte, sollte seinen Umzug rechtzeitig und sorgfältig planen.

Zeitliche Planung

Ist die geeignete Wohnung gefunden, sollte der genaue Einzugstermin festgelegt werden. Sobald der Termin feststeht, kann mit der weiteren Planung des Umzugs begonnen werden. In diesem Zusammenhang sollte man sich nach den Kündigungsfristen der alten Wohnung erkundigen, um doppelte Mietzahlungen zu vermeiden. Eventuell lohnt es sich, einen Nachmieter zu suchen, um schneller aus dem Mietvertrag herauszukommen.

Für den zeitlichen Ablauf sind folgende Dinge wichtig:

  • Kündigungsfristen der alten Wohnung
  • Eventuell Nachmieter suchen
  • Rechtzeitig Urlaub beantragen
  • Andere wichtige Ereignisse (Prüfung etc..) mit Umzugsplanungen koordinieren

Kosten

Bevor es an die Planung des eigentlichen Umzugs geht, sollten Mieter die Kosten vorab durchkalkulieren, und mit dem eigenen Budget abstimmen. Zu den Umzugskosten gehören in erster Linie:

  • Maklerprovision
  • Renovierungsarbeiten
  • Anschaffung neuer Möbel / Elektrogeräte
  • Umzugstransport / Umzugsunternehmen
  • Umzugskartons
  • Mietkaution

Je nach erfolgter Eigenleistung kann ein Umzug schon mal mehrere Tausend Euro verschlingen. Je mehr man selbst erledigt (z.B. Renovierungen und Umzugstransport mit der Hilfe von Freunden), desto weniger Kosten fallen insgesamt an (mehr zum Thema Umzugskosten). Der grösste Kostenfaktor ist häufig die Mietkaution. Diese kann bis zu drei Nettokaltmieten (reine Monatsmiete ohne Nebenkosten) betragen. Wer sie nicht aus eigenen Ersparnissen aufbringen kann / möchte, kann auch auf Alternativen wie z.B. eine Mietkautionsversicherung zurück greifen.

Umzug vorbereiten

Nach der Planung kommt die Vorbereitung des eigentlichen Umzugs. Hiermit sollte man etwa 14 Tage vorher beginnen. Hierzu sollten einige Dinge besorgt und organisiert werden. Eine Orientierung bietet folgende Aufstellung:

  • Umzugskartons organisieren
  • Umzugshelfer organisieren
  • Handwerker beauftragen
  • bei Fremdvergabe Umzugsunternehmen organisieren
  • Werkzeug für Renovierung besorgen
  • Material-Einkaufsliste für Baumarkt schreiben
  • Sondergenehmigung für Parkplatz einholen
  • Pflanzen gießen und transportfähig machen
  • Babysitter organisieren
  • Haustiere versorgen
  • An Verpflegung für Umzugshelfer denken

Umzugskisten packen und beschriften

Eine lästige Sache können allerdings weder Freunde noch ein professioneller Umzugshelfer abnehmen: das Packen der Umzugskisten. Hier bietet sich die Gelegenheit, nicht nur sämtliche Kleinigkeiten zusammen zu werfen und in Kisten zu räumen, sondern auch einmal gründlich zu entrümpeln. Sind die Kisten gepackt, sollte auf eine ordentliche Beschriftung geachtet werden, damit man auf den ersten Blick erkennt, was sich worin verbirgt. Das spart Zeit und Ärger.

Wohnungsübergabe

Vor der Übergabe der alten Wohnung an den Vermieter sollte diese nochmals vom Mieter durchgecheckt werden. Sie sollte nicht nur besenrein, sondern auch mängelfrei sein. Schäden wie z.B. größere Löcher in den Wänden oder im Teppichboden sollten bis zur Wohnungsübergabe behoben sein. Bestehen Sie darauf, dass ein Übergabeprotokoll angefertigt wird, auf dem beide Mietparteien unterschreiben. Dieses kann bei einem späteren Rechtsstreit ein wertvoller Beleg sein.

Tipp: – nehmen Sie zur Übergabe möglichst eine weitere Person als Zeugen mit.

Diese Punkte sind wichtig

  • Mängel beheben
  • Wohnung besenrein übergeben
  • Möglichst Zeugen zur Übergabe mitnehmen (z.B. Ehepartner, Freund, Bekannter)
  • Abnahmeprotokoll (von beiden Mietparteien unterschrieben

Ummeldungen und Adressänderungen

Ist der Umzug vollbracht, sollten Behörden, Versicherungen und Freunde über die neue Adresse benachrichtigt werden. Stellen Sie zudem einen Nachsendeantrag für die Post, damit Ihnen in der ersten Zeit nach dem Wohnungswechsel keine wichtigen Dokumente verloren gehen. Folgende Stellen sollten ebenfalls informiert werden:

  • Einwohnermeldeamt
  • Weitere Ämter: z.B: Finanzamt, Sozialamt
  • Familie, Freunde, Bekannte
  • Bank
  • Versicherungen
  • GEZ
  • Vereine
  • Telefon-/Handy-/Internetprovider

Mehr zum Thema im Web

Wer seinen Wohnungswechsel rechtzeitig plant, vermeidet unnötigen Stress, ärgerliche Zwischenfälle und unnötige Kosten. Weitere Tipps rund um den Umzug gibt es hier:

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