Mietkautionsbürgschaft – wann und für wen ist sie sinnvoll?

Eine Bürgschaft zur Stellung der Mietkaution lohnt sich nicht für alle Mieter, doch für viele ist sie eine grosse Hilfe. Denn das Umzugsbudget steigt um den entsprechenden Betrag, welcher für die normale Kaution nun nicht mehr anfällt. Ob und für wen eine Mietkautionsbürgschaft Sinn macht, ist im Prinzip eine Rechenaufgabe unter Berücksichtigung der eigenen finanziellen Situation.

Mietkautionsversicherung wann sinnvoll?

Grafik zu für wen ist Mietkautionsbürgschaft sinnvoll

Grundsätzlich ist der Abschluss einer Kautionsversicherung immer da sinnvoll, wo Liquidität benötigt wird. Sie bietet für Mieter Vorteile, wenn nicht genug Ersparnisse vorhanden sind, oder diese bereits für andere Ausgaben verplant sind. Dasselbe gilt, wenn ansonsten ein teurer Kredit aufgenommen werden müsste. Sie lohnt sich insbesondere für:

  • Mieter mit geringen Ersparnissen
  • bei schwächerer oder durchschnittlicher Bonität
  • folgende Personengruppen: Erstmieter, Berufseinsteiger, Auszubildende, Studenten, Rentner. Berufstätige mit niedrigem Einkommen, Alleinerziehende und Familien mit Kindern
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Finanziellen Vorteil berechnen

Für die Finanzierung der Kaution gibt es verschiedene Möglichkeiten. Diese sind mit unterschiedlich hohen Kosten verbunden. Die Konditionen für einen Kautionskredit sind von der Bonität des Antragstellers abhängig. Deshalb ist er nur bei guter Bonität empfehlenswert. Die Zinsen für Mietkautionsversicherung, Bankbürgschaft und Dispokredit sind für alle Kunden gleich. Im folgenden Rechenbeispiel stellen wir die Kosten gegenüber.

Kautionssumme 1.600€
Dispokredit
Ratenkredit durchschnittliche Bonität
Mietbürgschaft
Ratenkredit gute Bonität
Zinssatz
10,0%
6,5%
4,5%
2,5%
Kosten pro Jahr in €
160,00 €
104,00 €
72,00 €
40,00 €
Kosten pro Monat
13,33 €
8,66 €
6,00 €
3,33 €
Ersparnis pro Jahr gegenüber Dispo
56,00 €
88,00 €
120,00 €
Ersparnis pro Monat gegenüber Dispo
4,66 €
7,33 €
10,00 €

Wann ist sie nicht sinnvoll?

Wer nach Abzug aller sonstigen Umzugsausgaben oder Kosten für Neuanschaffungen immer noch über ausreichende Ersparnisse verfügt, benötigt die Mietbürgschaft nicht. Hier ist das normale Mietkautionskonto mit Zinserträgen die bessere Alternative. Dasselbe gilt, wenn ein Mieter während der Umzugsphase zwar vorübergehend knapp bei Kasse ist, jedoch aufgrund seiner guten Bonität einen Ratenkredit mit sehr günstigen Konditionen erhält.

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So spart die Bürgschaft Geld

Die Mietkautionsbürgschaft bietet in einigen Situationen finanzielle Vorteile in anderen nicht. Die folgende Auflistung erläutert einige Beispiele aus der Praxis.

  • Als Mieter spart man, wenn die Vertragslaufzeit kurz ist. Es fallen nur geringe Beitragskosten an. Die Differenz zur Barkaution als Einmalbetrag ist hoch.
  • Wenn der vom Vermieter verlangte Kautionsbetrag recht hoch ist, z.B. 1.500 Euro. Je höher die Kautionssumme desto höher der Kostenvorteil im Vergleich zum Beitrag.
  • Wenn die Bürgschaft vom Vermieter nicht in Anspruch genommen wird. So fällt nur der Jahresbeitrag an.
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So bringt sie nichts

  • Wenn die Vertragslaufzeit lang ist, z.B. 6 Jahre. Bei einer langen Laufzeit fallen über die Zeit hohe Beiträge an. Die Differenz zur eigentlichen Kautionssumme ist Ergebnis niedrig, wenn man alle Beitragskosten aus 6 Jahren zusammen zählt.
  • Wenn die Kautionssumme niedrig ist, z.B. 500 Euro. Je niedriger die Kautionssumme desto niedriger der Kostenvorteil im Vergleich zum Jahresbeitrag.
  • Wenn die Bürgschaft (voll) in Anspruch genommen wird. Denn die Versicherung oder Bank legt das Geld an den Vermieter nur vor, und holt sich die in Anspruch genommene Summe vom Mieter später zurück. Die Kosten bestehen in diesem Fall aus der Rückzahlungssumme sowie dem Jahresbeitrag, welchen der Mieter nicht zurück erhält.
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