Beitragszahlung bei der Mietkautionsbürgschaft

Die Mietkaution bargeldlos hinterlegen, und mehr finanziellen Spielraum beim Umzug erhalten – das ist der entscheidende Vorteil einer Bürgschaft für Mieter. Doch der Service ist nicht umsonst. Wie bei einer Versicherungspolice muss ein regelmäßiger Beitrag gezahlt werden. Dieser Artikel beantwortet Fragen rund um die Beitragszahlung bei der Mietkautionsbürgschaft.

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Wer zahlt den Beitrag?

Direkte Vertragspartner beim Abschluss einer Mietkautionsbürgschaft sind der Mieter und die Kautionskasse. Der Mieter nimmt den Service der bargeldlosen Kautionsübernahme in Anspruch. Deshalb ist der Beitrag immer vom Mieter zu entrichten.

Wann wird er gezahlt?

Der Beitrag wird erstmalig beim Abschluss der Kautionsbürgschaft fällig. Die Berechnung erfolgt grundsätzlich immer für ein Jahr im Voraus. Es wird also immer für das kommende Jahr gezahlt. Beginnt das zweite Vertragsjahr, wird somit ein Folgebeitrag fällig. Sie müssen jedoch als Mieter die Zahlung nicht unbedingt für ein komplettes Jahr leisten. Wie man es z.B. von seiner Autoversicherung schon kennt, gibt es auch hier unterschiedliche Zahlungsweisen / Zeitpunkte.

So kann der Beitrag gezahlt werden

  • für ein komplettes Jahr
  • halbjährlich
  • vierteljährlich
  • bei einigen Anbietern auch monatlich
Wichtig: bei mehreren Zahlungsterminen pro Jahr berechnet die Versicherung einen kleinen Verwaltungsaufschlag. Je häufiger die Zahlungszeitpunkte gewählt werden, desto höher wird der Gesamtbeitrag – und umgekehrt. Mit anderen Worten: wer den Beitrag monatlich (jährlich) überweist, zahlt über ein komplettes Jahr gesehen am meisten (wenigsten).

Wie wird der Beitrag gezahlt?

Die Zahlung erfolgt bargeldlos per Abbuchung vom Girokonto. Aus diesem Grund müssen Sie bereits bei der Antragstellung Ihre Kontodaten hinterlassen, und der Abbuchung per Lastschrift zustimmen. Eine nachträgliche Zahlung des Beitrags per Rechnung ist leider nicht mehr möglich.

Wie lange wird er gezahlt?

Der Beitrag muss vom Mieter solange gezahlt werden, wie der Vertrag läuft, und die Versicherung gegenüber dem Vermieter in der Haftung steht. Die Versicherung haftet gegenüber dem Vermieter wiederum solange, bis alle seine Ansprüche wie z.B. Mietschulden oder Schäden in der Wohnung geklärt wurden. Die Haftung endet:

  • wenn der Vermieter die Bürgschaftsurkunde freigibt, und an die Kautionskasse zurücksendet.
  • nachdem die Versicherung die Bürgschaftssumme im Schadensfall vollständig ausgezahlt hat.
  • wenn die Bürgschaftssumme teilweise ausgezahlt wurde, und der Vermieter die Versicherung von der Haftung entbindet.
Hinweis: die Pflicht zur Beitragszahlung endet daher nicht – wie häufig falsch angenommen wird – mit dem Termin des Auszugs oder einem versendeten Kündigungsschreiben.

Wie hoch ist der Jahresbeitrag?

Es gibt keine einheitlichen Preis für diese Dienstleistung. Die Kosten für eine Mietkautionsbürgschaft richten sich nach verschiedenen Kriterien, siehe Auflistung unten. Vereinfacht lässt sich sagen: je höher die vom Vermieter verlangte Kautionssumme ist, desto höher wird auch der Preis die Bürgschaft. Die Abschlussgebühr fällt einmalig zu Beginn an. Die meisten Anbieter verzichten inzwischen auf eine Abschlussgebühr, und berechnen nur einen jährlichen Zins. Beim Sockelbeitrag handelt es sich um einen Beitrag, der unabhängig von der Höhe der Kautionssumme oder dem Zinssatz anfällt. Man spricht auch von einem Mindestbeitrag.

Danach richtet sich der Beitrag

  • Höhe der vom Vermieter verlangten Kautionssumme
  • Zinssatz des Anbieters
  • Abschlussgebühr
  • Mindest- / Sockelbeitrag
Beispiel: Der Vermieter Herr Roth verlangt von seinem Mieter Herrn Braun eine Mietkaution in Höhe von 1.200 Euro. Herr Braun hinterlegt die Kaution nicht in bar, sondern nutzt hierfür eine Bürgschaft. Der von Herrn Braun gewählte Anbieter verlangt von ihm einen festen Zins in Höhe von 4,5 Prozent. Entsprechend sind 4,5 Prozent von 1.200 Euro zu berechnen. Der Jahresbeitrag beträgt somit 54,00 Euro. Aber rechnen Sie mit unserem Vergleich selbst nach, und ermitteln Sie hierbei auch gleich den günstigsten Anbieter.

Nach Kündigung erfolgt Teilrückzahlung

Wenn Sie Ihre Mietkautionsbürgschaft kündigen, erhalten Sie meist einen Teil Ihres Beitrags zurück. Das liegt daran, dass Sie die Prämie im Voraus für die nächste Zahlungsperiode überwiesen haben, der Vertrag jedoch möglicherweise vor Ablauf der kompletten Zahlungsperiode endet. Sie erhalten den zu viel gezahlten Betrag automatisch vom Bürgschaftsanbieter auf Ihr Konto überwiesen. Hierfür müssen Sie nichts weiter tun.

Wichtig: Die Kündigung der Bürgschaft wird jedoch erst wirksam, nachdem der Vermieter die Mietkaution freigegeben, und die Urkunde an die Kautionskasse zurück gesendet hat. Siehe auch Dauer der Beitragszahlung.

Beitrag nicht gezahlt – was tun?

Solange Sie als Mieter den Beitrag an die Kautionskasse nicht zahlen, haben Sie auch keinen Anspruch auf Ausstellung der Bürgschaftsurkunde. Mit anderen Worten: es kommt kein Vertrag zu Stande, und Sie können dem Vermieter demnach keine bargeldlose Mietkaution übergeben. Zahlen Sie die Prämie im zweiten Vertragsjahr nicht, befinden Sie sich im Zahlungsrückstand. In diesem Fall sollten Sie von sich aus Kontakt mit Ihrem Bürgschaftsanbieter aufnehmen, und das Geld nachzahlen. Bei unbezahlten Beiträgen für eine Mietkautionsversicherung wird genau so verfahren wie bei allen nicht bezahlten Rechnungen. Besteht der Zahlungsrückstand weiterhin, kann es zu Mahnverfahren kommen, welche mit Gebühren und weiteren Kosten verbunden sind.

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