Mietkautionsbürgschaft: Was ist das? Der Ablauf einfach erklärt

Mieter und Vermieter können sich darauf einigen, dass die Mietkaution nicht auf einem Sparkonto, sondern als Bürgschaft hinterlegt wird. Doch was ist eine Mietkautionsbürgschaft eigentlich genau, und wie funktioniert sie?

Die Kautionsbürgschaft einfach erklärt

Was ist eine Mietkautionsbürgschaft
1. Beim Einzug in die neue Wohnung fordert der Vermieter vom Mieter eine Mietkaution.

2. Der Mieter hinterlegt anstelle von Bargeld oder einem Sparkonto eine Bürgschaft. Diese sichert den Vermieter bei Mietrückständen oder Schäden ab.

3. Der Mieter spart Geld in Höhe von bis zu drei Nettomieten ein, und hat die Mittel für andere Ausgaben zur Verfügung.

4. Im Gegenzug zahlt er einen günstigen Jahresbeitrag wie bei einer Versicherung.

5. Kommt es zu einer Inanspruchnahme durch den Vermieter, muss der Mieter der Versicherung das Geld zurückerstatten.

Was ist eine Bürgschaft?

Definition: Die Bürgschaft ist ein Vertrag, welcher den Bürgen verpflichtet, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Schuldners gegenüber dessen Gläubiger einzustehen.

Bürgschaften werden gewöhnlich als Sicherheit im Kreditgeschäft verwendet. Die Bank vergibt einen Kredit an ihren Kunden. Sie hat demnach eine Forderung an ihn. Wer gegenüber einem anderen eine Geld-(Leistung) fordern kann, wird als Gläubiger bezeichnet. Der Kunde schuldet der Bank wiederum Geld aus dem Kredit. Er ist somit der Schuldner. Die Bank verlangt nun von ihrem Kunden eine Sicherheit, falls das Geld nicht zurückgezahlt werden kann. Der Kunde bittet einen Familienangehörigen, für ihn zu bürgen. Der Angehörige nimmt die Position des Bürgen ein.

Die rechtliche Funktionsweise einer Mietkautionsbürgschaft

Rechtliche Funktionsweise einer BürgschaftEine Bürgschaft zur Stellung der Mietkaution wird folgerichtig als Mietkautionsbürgschaft bezeichnet. Der Vermieter fordert das Geld aus der Miete, und ist somit Gläubiger. Der Mieter schuldet dem Vermieter Geld, und nimmt demnach die Position des Schuldners ein. Bürge ist die Kautionskasse, bzw. die im Hintergrund absichernde Bank oder Versicherung. Kann der Mieter z.B. seine Miete nicht mehr zahlen, springt die Versicherung ein, und zahlt einen Geldbetrag an den Vermieter aus. Auch bei der Kautionsbürgschaft gilt die gesetzliche Obergrenze von drei Monatsmieten.

Arten der Mietkautionsbürgschaft

Es gibt verschiedene Arten der Mietkautionsbürgschaft. Bürge kann eine Bank (Bankbürgschaft) oder eine Versicherung (Mietkautionsversicherung) sein. Bei der selbstschuldnerischen Bürgschaft kann der Vermieter den Bürgen sofort in Anspruch nehmen, ohne sich vorher an den Mieter zu halten. Bei der Bürgschaft auf erstes Anfordern wird sofort Geld an den Vermieter ausgezahlt, ohne dass der Mieter vorher Stellung zum Sachverhalt nehmen kann. Eine ausführliche Darstellung der verschiedenen Bürgschaftsarten bietet der folgende Ratgeber.

Eine Bürgschaft ist keine Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung oder eine Hausratversicherung zahlt im Schadensfall den entsprechenden Geldbetrag an den Geschädigten (Vermieter) aus. Damit ist die Angelegenheit für den Versicherungsnehmer (Mieter) erledigt. Eine Bürgschaft funktioniert anders: Hier tritt der Bürge mit der Zahlung an den Vermieter lediglich in Vorkasse. Nach der Inanspruchnahme muss der Mieter das Geld an die Versicherung oder Bank zurückerstatten.

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