Die Kaution bei ALG1 und Hartz 4 (Update 2017)

Manchmal ist für Arbeitsuchende ein Wohnungswechsel unvermeidlich, da dieser vom Jobcenter gefordert wird, oder ein Umzug in eine andere Stadt die Chance auf einen Arbeitsplatz verbessert. Während die übrigen Umzugskosten häufig vom Amt übernommen werden, gibt es bei der Mietkaution bei Hartz 4 einige Besonderheiten zu beachten.

Kaution bei ALG 1

Die Situation kennt so ziemlich jeder Mieter: Der neue Vermieter möchte eine Kaution, während sich der alte Vermieter mit der Rückzahlung ewig Zeit lässt. Wer über genug Ersparnisse verfügt, kann einen solchen Engpass überbrücken. Anders sieht es aus, wenn das Geld knapp ist, weil man z.B. arbeitslos ist. Für Bezieher von Arbeitslosengeld 1 und 2 gelten hierbei unterschiedliche Bedingungen. Bei Arbeitslosengeld-1-Empfängern wird von der Arbeitsagentur kein Zuschuss und auch kein Darlehen gewährt. Denn bei ALG 1 handelt es sich um eine reine Versicherungsleistung – bezogen auf die vom Arbeitnehmer gezahlten Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Tipp: kein Geld für die Mietkaution?

Mietkaution bei Hartz 4

wann übernimmt Jobcenter Kaution bei Hartz 4

Möglichkeiten für eine Übernahme der Mietkaution gibt es im Rahmen der Grundsicherung. Mit anderen Worten: die Gewährung über das Amt ist im Rahmen von ALG 2 (Hartz 4) möglich. Eine Übernahme durch die Behörde kann unter bestimmten Voraussetzungen als Darlehen erfolgen. Einen grundsätzlichen Anspruch auf den Kredit hat der Hilfeempfänger jedoch nicht. Die Zusage ist Ermessenssache. Das Jobcenter trifft jede Entscheidung im Einzelfall. Der Antrag wird beim jeweiligen Sachbearbeiter gestellt. Was tun, wenn das Amt den Kredit ablehnt?

Voraussetzungen für eine Übernahme

  • Der Leistungsempfänger kann den Betrag nachweislich nicht aus eigenen Mitteln erbringen.
  • Der Umzug wurde vom Amt veranlasst, oder ist aus anderen wichtigen Gründen unvermeidlich.
  • Ohne die Zusicherung kann keine Wohnung in einem angemessenen Zeitraum gefunden werden.
  • Die Wohnung hat SGB II-Richtlinien zu entsprechen, darf also nicht zu groß oder zu teuer sein.
  • Es muss eine schriftliche Zusage des Jobcenters vorliegen.

Anspruchsvoraussetzung ist § 22 Absatz 6 SGB II

Gemäß § 22 Absatz 6 SGB II können Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger (Jobcenter) als Bedarf anerkannt werden. Aufwendungen für eine Mietkaution und für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen können bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist, und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. Aufwendungen für eine Kaution sowie für Genossenschaftsanteile sollen als Darlehen erbracht werden.

Der Kredit vom Jobcenter

Eine Gewährung des Darlehens erfolgt zinslos. Eine Rückzahlung nimmt der Leistungsempfänger in regelmäßigen monatlichen Raten vor. Gemäß § 42a Absatz 2 SGB II kann das Jobcenter 10 % des Betrages der bezogenen Regelleistung für die Tilgung einfordern. Hierbei ist eine Aufrechnung zulässig. Mit anderen Worten: das Jobcenter kann 10% der monatlichen Regelleistung einbehalten, bis eine vollständige Rückzahlung erfolgt ist.

Beispielrechnung für Rückzahlung

Eine Einzelperson, ein Ehepaar sowie ein Paar mit drei Kindern beantragen im Jahr 2017 einen Kredit bei ihrem Jobcenter.

Anzahl Personen
Einzelperson
Ehepaar
Ehepaar mit 3 Kindern
Regelleistung ALG 2 in 2017
409,00€
je Person 368,00€

gesamt 736,00€

5 Jahre alt (Regelsatz 237 €)
12 Jahre alt (Regelsatz 291 €)
17 Jahre alt (Regelsatz 311 €)

gesamt 1575,00€

Abzug Jobcenter für Rückzahlung
monatl. Rate 40,90€
monatl. Rate 73,60€
monatl. Rate 157,50€

Jobcenter verweigert Kaution

Jobcenter verweigern die Übernahme häufig dann, wenn es sich nicht um einen für die Jobsuche notwendigen Umzug handelt, die Miete über dem örtlichen Mietspiegel liegt, oder die gewählte Wohnung zu gross ist. Bekommt der Hilfeempfänger keinen Kautionskredit, oder kommt dieser nicht in Frage, bietet die Mietkautionsbürgschaft eine interessante Alternative.

Die Bürgschaft als Alternative

Die Bürgschaft schließt der Mieter über eine Kautionskasse ab. Hierfür zahlt er einen jährlichen Beitrag ähnlich wie bei einer Versicherung. Es muss keine normale Mietkaution mehr hinterlegt werden. Auch Arbeitslose und Hartz 4-Empfänger können grundsätzlich eine Mietbürgschaft erhalten, insofern keine negativen Einträge in der Schufa bestehen. Hierbei ist wichtig, zwischen einer Mietkautionsversicherung und einer Bankbürgschaft-Kaution zu unterscheiden. Während die Beantragung über eine Versicherung auch ohne eigenes Einkommen möglich ist, setzt die Bank ein festes Arbeitsverhältnis mit einem Mindesteinkommen voraus.

Bürgschaft und Darlehen im Vergleich

Die gegenübergestellten Kosten können Sie folgender Tabelle entnehmen. Als Beispiel dient eine Einzelperson, die eine Kautionssumme in Höhe von 1.000€ hinterlegen muss. Mietkautionsbürgschaften sind bei dieser Summe derzeit (Stand Februar 2017) für eine Jahresgebühr in Höhe von 45€ erhältlich, siehe Kosten im Vergleich. Eine Rückzahlung wie bei einem Darlehen erfolgt nicht. Nur bei einer Inanspruchnahme durch den Vermieter ist der Betrag später vom Mieter zu erstatten.

Kautionssumme 1.000€
Kredit vom Amt
Kautionsbürgschaft (günstigster Anbieter)
Kosten
monatliche Rate: 40,90€ – das sind 10% von 409,00€ (Regelsatz bei Einzelperson)
monatlicher Beitrag: 3,75€ – das entspricht einem Jahresbeitrag in Höhe von 45.00 €
Ersparnis
Ersparnis im Vergleich zum Darlehen der ARGE: 37,15€ pro Monat oder 490,80 pro Jahr
24 Gedanken zu „Die Kaution bei ALG1 und Hartz 4 (Update 2017)“
  1. Hallo zusammen,
    Ich wollte mal fragen ob die ARGE eine Kautionsbürgschaft für 3 Personen in Höhe von 1284 € zahlt? Die Monatliche Miete beträgt 428 €. Also das wären 3 MM für die Wohnung. Die Wohnung ist 72qm groß. Die Grundkosten betragen 428€ und die Nebenkosten 80€. Wir haben ein Blatt von der ARGE bekommen wo drauf stand das sie für 3 Personen 80qm genehmigen, und bis 508€ zahlen. Wird da eine Mietkautionsbürgschaft oder ein Darlehen genehmigt? Meine Frau ist schwanger, und wenn wir die Wohnung bekommen würden, würde ich wieder arbeiten gehen, können da die meisten Arbeitgeber fragen wie die Wohnverhältnisse sind. Zur Zeit bin ich von ALG2 abhängig und meine Frau bekommt bis 2019 Rente über die DRV. Also das Jobcenter speziell würde auch empfehlen dringend für eine Arbeitsstelle eine Wohnung zu suchen. Zukunfstmäßig würden Sie mir mit einer Genehmigung helfen (Was ich oben zum Thema Jobsuche Laß)

    MfG Daniel Brocker

    1. Sehr geehrter Herr Brocker,

      gerne werde ich Ihre Frage beantworten. Die ARGE gewährt Ihnen auf Antrag ein Darlehen, das Sie für die Zahlung der Mietkaution an den Vermieter verwenden können. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie nicht über eigene Ersparnisse in ausreichender Höhe verfügen. Zudem muss die ARGE die Wohnung „genehmigen“, was ja bei Ihnen der Fall ist. Der Höchstbetrag des Kredits entspricht wie der Höchstbetrag der Kaution drei Nettokaltmieten, also die Miete ohne die Nebenkosten. Das Darlehen müssen Sie in Raten an die ARGE zurück zahlen. Wenn Sie die Mietkaution vom Vorvermieter zurück erhalten, steht auch dieses Geld für die Rückzahlung zur Verfügung. Eine Mietkautionsbürgschaft wird hingegen nicht von der Stadt oder Gemeinde gestellt. Diese müssen Sie privat, z.B. hier beantragen. Sie erhalten die Bürgschaft wenn Ihre Bonität ausreicht. Das bedeutet, Sie dürfen keinen Eintrag in Ihrer Schufa haben. Der Antrag für die Bürgschaft kann auch von Ihrer Frau gestellt werden, wenn diese im Mietvertrag steht. Weitere Infos zur Finanzierung der Kaution finden Sie auch hier.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

      1. Dankeschön für ihre schnelle Antwort.
        Sie haben uns damit richtig geholfen und fühlen uns besser. Danke für die weiter helfenden Links.
        MfG Daniel Brocker

        1. Sehr geehrter Herr Brocker,

          sehr gerne. Empfehlen Sie uns gerne weiter, wenn Ihnen unser Service gefällt, z.B. Facebook, Instagram usw…

          Mit freundlichen Grüßen
          Die Redaktion

  2. Hallo zusammen,

    Ab dem 1.02.2017 wollte ich umziehen. Meine Wohnung Angebot wird zugestimmt . Unsere Hausverwaltung braucht eine Bestätigung dass die Kaution als Darlehen übernommen werde. Meine frage, wie muss ich so eine Antrag stellen, wie soll ich es schreiben? Kann mir bitte jemand helfen??
    Vielen vielen Dank!!!!!

    Mag
    Ewa

    1. Sehr geehrte Ewa,

      gerne beantworte ich Ihre Frage. Das Darlehen beantragen Sie bei Ihrem Sachbearbeiter beim Jobcenter. Meines Wissens haben die dafür fertige Formulare, sodass Sie nichts extra schreiben müssen. Fragen Sie dort mal nach.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

    1. Sehr geehrter Herr Dreiseitel,

      gerne beantworte ich Ihre Frage. Es hört sich so an, als beziehen Sie Arbeitslosengeld 1 vom Arbeitsamt. In diesem Fall ist keine Übernahme der Mietkaution möglich. Dies geht nur im Rahmen von Arbeitslosengeld 2 (Hartz 4). In diesem Fall kann vom Jobcenter ein Darlehen gewährt werden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  3. Ich habe mich von meinem Mann getrennt, und wollte in einer anderen Stadt neu anfangen mit meiner Tochter. Ich war heute beim jobcenter mit einem Wohnungsangebot. Leider bin ich bei der Miete 72 euro drüber, aber darf die Wohnung nehmen. Muss halt die 72 Euro drauf zahlen. Jetzt der blöde Punkt, sie übernehmen die Mietkaution nicht. Was kann ich tun, dass die Arge sie doch zahlt. Dringend! !

    LG Daniela

    1. Hallo Daniela,

      ich nehme mal an es ging um ein Darlehen, denn einen Zuschuss zahlen Jobcenter bei der Kaution grundsätzlich nicht. Was wurde als Grund für die Ablehnung genannt? Es gibt natürlich immer die Möglichkeit, gegen solche Bescheide Widerspruch einzulegen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  4. Hallo, ich wollte mal fragen, ich suche eine Wohnung mit 2 Kindern bekomme Arbeitslosengeld 1 das auch sehr wenig ist. Für eine Wohnung brauche ich eine Kaution fast überall die ich nicht habe. Eine Bankbürgschaft kann ich vergessen, da meine Schufa schlecht ist.

    Was kann ich tun ?

    1. Sehr geehrte Frau Schäfer,

      eine Bürgschaft ist mit schlechter Schufa auch tatsächlich nicht zu bekommen. Ein Kredit vom Jobcenter erhalten Sie nur bei Hartz-4 Bezug, leider nicht bei Arbeitslosengeld 1. Ich sehe folgende Möglichkeiten: Sie versuchen sich das Geld für die Mietkaution von einem Verwandten oder einem Freund zu leihen. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine weitere Person in den Mietvertrag mit aufzunehmen. Denn die meisten Vermieter prüfen ebenfalls Ihre Bonität, bzw. möchten eine Schufaauskunft von Ihnen, bevor sie Ihnen einen Mietvertrag anbieten. Die zweite Person könnte dann auch eine Bürgschaft stellen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  5. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Wenn ein Arbeitsuchender vom Jobcenter für eine Mietwohnung eine Mietkaution quasi als Darlehen bekommen hat und die Leistungen (Verschiedene Gründe) gestrichen wurden, kann der Vermieter ja die Mietkaution ganz bzw. teilweise einbehalten (Mietschulden), muss nun der Arbeitsuchende die Mietkaution (Darlehen) an das Jobcenter zurückzahlen?

    Im vorliegenden Fall geht es um eine 2ZW die für eine Mutter mit Kind zu groß wurde weil das Kind zum Vater ging. Die Mutter war zu bequem sich um ihre Angelegenheit zu kümmern, dass Jobcenter hat die Zahlungen eingestellt und nun häufen sich die Mietschulden.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    1. Sehr geehrter Olaf,

      das Jobcenter ist in jedem Fall berechtigt, die Rückzahlung des Darlehens zu verlangen. Normalerweise erfolgt dies über eine Verrechnung mit dem Hartz 4 Regelsatz. Wenn das Amt nun die Zahlungen streicht, kann in diesem Moment keine Verrechnung mehr vorgenommen werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die ARGE ihren Anspruch zu einem späteren Zeitpunkt erneuert, wenn z.B. die Leistungen wieder gezahlt werden, oder die arbeitslose Person einen Job annimmt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  6. Hallo,

    meine Frage bezieht sich nur indirekt auf die Kaution. Vielleicht können Sie mir trotzdem weiterhelfen. Ich hab gerade das Studium beendet, und beziehe momentan (hoffentlich nur vorübergehend) ALG II. Meine Freudin ist im 6. Monat schwanger, und wir brauchen dringend eine neue Wohnung (wir wohnen bisher nicht zusammen, sie muss aber aus den bisherigen Wohnverhältnissen raus). Wir haben ein Mietangebot, dass 58 € über der erlaubten 508€ Bruttokaltmiete liegt. Eine günstigere Wohnung zu finden ist extrem schwierig, da die Mietpreise in den letzten zwei Jahren stark gestiegen sind, und das Jobcenter bisher keine Anpassung daran vorgenommen hat.

    Meine Fragen: Ist es trotzdem möglich, dass das Amt die Miete übernimmt (evtl. Härtefall?). Gibt es dort Spielräume vom Sachbearbeiter die Mietkostenübernahme zu bewilligen? Ist ein Darlehn für die Mietkaution dann ausgeschlossen?

    Vielen Dank

    1. Hallo Marco,

      normalerweise ist das Jobcenter nicht verpflichtet, eine größere oder teurere Wohnung zu finanzieren, als es den SGB-Richtlinien entspricht. Jedoch haben die Sachbearbeiter wie Sie schon richtig vermuten Ermessensspielräume. Sie müssten dem Sachbearbeiter ihre vergeblichen Bemühungen nachweisen, z.B. durch Vorlage der Absagen der Vermieter. Wenn es wirklich keinen passenden verfügbaren Wohnraum gibt, kann eine Einzelfallentscheidung zu Ihren Gunsten ausfallen. Unabhängig davon ist die Übernahme der Kaution als Darlehen ebenfalls immer eine Einzelfallentscheidung. Einen grundsätzlichen Anspruch darauf haben Sie nicht. Wenn Sie darlegen können, dass Sie und Ihre Freundin weder über sonstiges Einkommen oder Vermögen verfügen, der Umzug unvermeidlich ist, und Sie ansonsten keine passende Wohnung finden würden, sieht es gut aus. Siehe Voraussetzungen oben. Natürlich muss das Jobcenter vorher die Wohnung akzeptiert haben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  7. Das Jobcenter verlangt von mir als Vermieter dass ich die Kaution direkt von denen erhalte, und denen die Kaution unter deren Bedingungen zurück überweise. Ich möchte allerdings nix mit denen zu tun haben und würde es bevorzugen, wenn das Jobcenter direkt an meinen neuen Untermieter zahlt und dieser an mich. Das Jobcenter stellt sich allerdings quer, es ginge nicht anders. Ist dem tatsächlich so?

    1. Hallo Micha,

      die Jobcenter verfahren gewöhnlich auf diese Art. Dagegen tun können Sie nichts. Dahinter stehen komplizierte rechtliche Zusammenhänge. Anbei eine Kurzfassung. Es hängt damit zusammen, dass die Mietkaution als Darlehen gewährt wird. Einerseits soll damit der Rückzahlungsanspruch des Jobcenters gesichert werden. Andererseits soll damit auch ermöglicht werden, dass Sie als Vermieter im Schadensfall auf das Geld zugreifen können.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  8. Hallo,

    auch mir wurde ein Darlehen gewährt. Ich zahle 40 Euro monatlich zurück. Aber jetzt fordert das Jobcenter zusätzlich eine Abtretung uber den Vermieter. Bedeutet doch dass ich monatlich abzahle, und wenn das Mietverhältnis beendet ist, muss der Vermieter zusätzlich die Kaution zurückzahlen?

    Daniel.F.

    1. Hallo Daniel,

      es ist nicht so, dass das Jobcenter das Geld zweimal bekommt. Wenn das Mietverhältnis endet, gehört das Geld aus der Kaution – welches der Vermieter nicht für Mietschulden etc benötigt – Ihnen. Vorher müssen Sie natürlich das Darlehen an das Jobcenter vollständig zurück gezahlt haben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  9. Hallo,

    darf das Jobcenter ein Darlehen auf Kaution wegen Insolvenz ablehnen? Der Umzug ist auf Verlangen vom Jobcenter nötig, da meine große Tochter ausgezogen ist und die Wohnung für mich und meine Jüngste zu groß ist.

    1. Hallo Krümel,

      das Jobcenter darf Ihren Antrag auf Darlehensübernahme zwar grundsätzlich ablehnen. Die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung ist jedoch gering. Sie würden das Darlehen vom Regelsatz zurück zahlen, der ohnehin nicht gepfändet werden kann. Das Jobcenter würde sich hier nur selbst ein Bein stellen, da es den Umzug wahrscheinlich ohne das Kautionsdarlehen nicht durch bekommt. Eine Insolvenz stellt keinen Ablehnungsgrund dar.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  10. Hallo,

    ich habe im Jahre 2012 eine Wohnung vom Jobcenter finanziert bekommen. Die Kaution hat das Jobcenter ebenfalls übernommen, als Darlehen mit Abtretungserklärung. Ich habe damals in Raten die Mietkaution beglichen. Jetzt bin ich aus der Wohnung ausgezogen und bin nicht mehr vom Jobcenter abhängig. Jetzt stellt sich mir die Frage, wer bekommt die Kaution? Ich oder das Jobcenter?

    LG

    1. Hallo,

      da Sie den Kredit vollständig zurück gezahlt haben, steht Ihnen das Geld zu. Sollte der Vermieter das Geld aufgrund einer eventuell noch bestehenden Abtretungserklärung an das Jobcenter auszahlen, hat Ihnen das Jobcenter den Betrag anschließend zu erstatten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.