Mietkaution – alle Regeln und Vorschriften

Grafik zur MietkautionZwischen den Mietparteien ist die Kaution immer ein beliebtes Streitthema. Denn für den Vermieter ist sie eine wichtige Sicherheit, für den Mieter hingegen eine lästige Zahlungsverpflichtung. Auch entsprechen die üblichen Vorgehensweisen in der Praxis nicht immer den gesetzlichen Bestimmungen. Wir erläutern alle wichtigen Regeln und Vorschriften. Von A wie Anlage bis Z wie Zinsen.

Warum eine Mietsicherheit?

Jeder Mieter kennt dies – beim Umzug in eine neue Wohnung muss eine Mietkaution an den Vermieter gezahlt werden. Der Hausherr sichert sich damit gegen Mietrückstände, ausstehende Nebenkosten oder Schäden in der Wohnung ab. Sie ist als eine Art Faustpfand zu verstehen. Im Schadensfall hat der Vermieter Zugriff auf das Geld, und kann es mit seinen Forderungen aus dem Mietvertrag verrechnen. Die Sicherheit darf allerdings nicht für jede „Kleinigkeit“ herangezogen werden. Das ist nur bei tatsächlichen Ansprüchen aus dem aktuell laufenden Mietverhältnis möglich, siehe Auflistung unten.

  • Schäden in der Wohnung
  • nicht gezahlte Miete
  • nicht gezahlte Nebenkosten
  • zu erwartende Nebenkostennachzahlungen

Kaution im Gesetz

Eine Verpflichtung des Mieters zur Zahlung ergibt sich nicht aus dem Gesetz. Sie entsteht erst, wenn im Mietvertrag die Hinterlegung einer Mietkaution vereinbart wurde. Vergisst der Vermieter diese in den Mietvertrag aufzunehmen, können Mieter die Zahlung theoretisch verweigern. Normalerweise wird sie jedoch vom Hausherrn verlangt. Es gelten die folgenden gesetzlichen Vorschriften. Sie ergeben sich aus §551 BGB.

Grafik zu den gesetzlichen Vorschriften

(1) Hat der Mieter dem Vermieter für die Erfüllung seiner Pflichten Sicherheit zu leisten, so darf diese vorbehaltlich des Absatzes 3 Satz 4 höchstens das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Miete ohne die als Pauschale oder als Vorauszahlung ausgewiesenen Betriebskosten betragen.

(2) Ist als Sicherheit eine Geldsumme bereitzustellen, so ist der Mieter zu drei gleichen monatlichen Teilzahlungen berechtigt. Die erste Teilzahlung ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Die weiteren Teilzahlungen werden zusammen mit den unmittelbar folgenden Mietzahlungen fällig.

(3) Der Vermieter hat eine ihm als Sicherheit überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anzulegen. Die Vertragsparteien können eine andere Anlageform vereinbaren. In beiden Fällen muss die Anlage vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen und stehen die Erträge dem Mieter zu. Sie erhöhen die Sicherheit. Bei Wohnraum in einem Studenten- oder Jugendwohnheim besteht für den Vermieter keine Pflicht, die Sicherheitsleistung zu verzinsen.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

§ 551 BGB kurz und einfach zusammengefasst

  • Die Höhe der Kautionssumme darf nicht mehr als drei Monatsmieten betragen.
  • Die Zahlung darf der Mieter in drei monatlichen Raten vornehmen.
  • Der Vermieter muss das Geld bei einer Bank auf einem Sparbuch getrennt von seinem übrigen Geld anlegen.
  • Die Mietparteien können auch eine andere Anlageform vereinbaren. Das Sparbuch muss der Wohnungseigentümer akzeptieren, anderen Anlageformen kann er zustimmen.
  • Die Zinsen gehören ebenso wie die eigentliche Kautionssumme dem Mieter.
  • Abweichende Vereinbarungen die den Mieter benachteiligen, sind nicht erlaubt.

Höhe

Wie hoch darf eine Mietkaution sein? Laut Gesetzgeber darf die Kautionssumme bei privaten Mietverhältnissen die Höhe von drei Monatsmieten nicht überschreiten. Entscheidend für die Berechnung der Kautionssumme ist die Nettokaltmiete. Damit ist die reine Miete ohne Nebenkosten (Heizung, Strom und Wasser) gemeint. Die Vorschriften zur Begrenzung auf drei Monate sowie die Anlage der Mietkaution gelten nur für private Mietverhältnisse. Bei gewerblichen Mietverträgen können sowohl Höhe als auch Anlageform zwischen den Mietparteien frei verhandelt werden. So sind dort durchaus Sicherheiten von sechs Monatsmieten üblich.

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Zeitpunkt der Zahlung

Wann muss die Mietkaution an den Vermieter gezahlt werden? In der Regel möchte sie der Hausherr entweder schon bei Unterschrift des Mietvertrags oder spätestens beim Einzug haben. Das ist die übliche Vorgehensweise. Doch das Gesetz sagt etwas anderes. So ist der Mieter bei einer in bar geleisteten Kaution berechtigt, die Geldsumme in drei monatlichen Raten zu leisten. Das Recht auf Ratenzahlung kann auch nicht per Mietvertrag ausgeschlossen werden. Die erste Teilzahlung wird in dem Monat fällig, in dem das Mietverhältnis beginnt. Die Zahlung erfolgt spätestens an dem Tag, an dem der Vermieter auch seine erste Miete erhält. Die beiden anderen Raten werden mit den beiden folgenden Mietzahlungen – also im zweiten und im dritten Monat fällig. Entscheidend für den Beginn der Ratenzahlung ist nicht das Datum an dem der Mietvertrag unterschrieben wurde, sondern der tatsächliche Mietbeginn. Den genauen Ablauf erläutert das Beispiel siehe unten. Andere Zahlungsformen wie z.B. eine Bürgschaft werden sofort mit dem Mietbeginn fällig. Hier gibt es keine Möglichkeit einer Teilzahlung.

Beispiel

  • Abschlussdatum des Mietvertrags ist der 10.03.2018
  • Mietbeginn ist der 01.04.2018
  • 1. Rate ist fällig am 01.04.2018
  • 2. Rate ist fällig am 01.05.2018
  • 3. Rate ist fällig am 01.06.2018

Anlage der Mietkaution

Möglichkeiten der Anlage

Wie können Mieter und Vermieter die Mietkaution anlegen? Die Anlage auf einem herkömmlichen Mietkautionskonto ist nicht die einzige Möglichkeit. So können sich die Mietparteien grundsätzlich frei über die Form der Geldanlage verständigen. Wichtig: akzeptieren muss der Vermieter laut Gesetz jedoch nur das Sparbuch. Höher verzinsliche Anlagen haben jedoch nicht nur für den Mieter sondern auch für den Hausherrn Vorteile. Denn durch die Kapitalmehrung aufgrund der Zinsen erhöht sich auch die Sicherheit. Die Möglichkeiten im Überblick:

Barkaution

Der Mieter übergibt seinem Vermieter die Mietkaution in bar. Daher der Begriff Barkaution. Jedoch darf der Hausherr das Bargeld nicht in einer Spardose aufbewahren, oder auf sein eigenes Girokonto einzahlen. Er ist verpflichtet, es sicher und getrennt von seinem übrigen Vermögen anzulegen und zu verwalten. Eine Möglichkeit der Anlage ist das Sparkonto.

Sparkonto

Für die Anlage der Mietkaution auf einem Sparkonto gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Zum genauen Ablauf lesen Sie bitte unseren ausführlichen Beitrag zum Mietkautionskonto. Dort finden Sie auch eine Auflistung diverser Anbieter für Sparkonten.

  • 1. Der Mieter eröffnet ein Konto auf seinen Namen, und zahlt das Geld dort ein. Die Spareinlage wird an den Vermieter verpfändet. Das Sparbuch wird dem Vermieter anschließend ausgehändigt. Durch die Verpfändung hat der Mieter – so lange der Mietvertrag läuft – keinen Zugriff auf das Geld. So ist der Vermieter im Falle von Mietschulden oder Schäden abgesichert.
  • 2. Der Vermieter eröffnet das Konto direkt auf seinen Namen. Er hat das Geld während der Mietdauer auf einem separaten Konto getrennt vom seinem übrigen Vermögen anzulegen und zu verwalten. Man spricht deshalb von einer Treuhandanlage.

Tagesgeld

Aufgrund der besseren Verzinsung ist die Anlage auf einem Tagesgeldkonto für Mieter attraktiver als auf einem Sparbuch. Tagesgeld ist flexibel, da jederzeit über das Geld verfügt werden kann. Auch Kündigungsfristen gibt es nicht. Der Nachteil: die meisten Banken bieten keine Möglichkeit, das Guthaben zugunsten des Vermieters zu verpfänden. Hierdurch ist der eigentliche Sicherungszweck nicht gewährleistet, da im Schadensfall keine direkte Zugriffsmöglichkeit für den Hausherrn besteht. Auf den Namen des Vermieters darf das Konto hingegen nur laufen, wenn es als Treuhandkonto geführt wird. Auch dies scheitert häufig an den Geschäftsbedingungen der Bank.

Festgeld

Der Unterschied zu Tagesgeld besteht darin, dass das Geld für einen bestimmten Zeitraum, z.B. 12 Monate fest angelegt wird. Wer darüber verfügen möchte, kann dies frühestens zum Ende der Laufzeit. In diesem Fall also nach einem Jahr. Ein Festgeldkonto ist für die Mietkaution deshalb nur bedingt geeignet. Auch die spätere Auszahlung der Kautionssumme an den Mieter kann sich durch die feste Laufzeit verzögern. Für längerfristige Mietverhältnisse kann Festgeld hingegen eine interessante Alternative zum Sparkonto sein. Großer Vorteil: die Rendite liegt noch etwas oberhalb der von Tagesgeld, siehe folgende Tabelle:

Depot

Bei der Anlage auf einem Depot werden mit dem Kautionsgeld je nach Ausgestaltung Aktien, Fonds oder festverzinsliche Wertpapiere erworben. Die Rendite ist mit 3-4 Prozent durchaus attraktiv. Bei dieser Form der Anlage besteht jedoch das Risiko, dass eine negative Wertentwicklung das Kapital aufzehrt, und somit im Schadensfall für den Wohnungseigentümer nicht mehr zur Verfügung steht.

Zinsen

Das Wichtigste gleich vorweg: die Zinsen aus der Mietkaution gehören immer dem Mieter. Das gilt auch dann, wenn das angelegte Konto auf den Namen des Vermieters läuft. Mieter haben grundsätzlich immer einen Anspruch auf Verzinsung der angelegten Summe. Dem Hausherrn ist es nicht gestattet, das Geld während der Mietdauer unverzinst z.B. in einer Spardose aufzubewahren. Die Anlage wird – insofern nichts anderes vereinbart wurde – zum üblichen Zinssatz für Spareinlagen verzinst. Die Höhe des marktüblichen Zins variiert je nach Situation auf den Zinsmärkten. Derzeit (Stand April 2018) sind etwa zwischen 0,01% und 0,2% üblich. Hierbei handelt es sich um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestverzinsung. Die tatsächliche Höhe der Verzinsung richtet sich jedoch nach der gewählten Anlageform. Zinsen aus Geldanlagen sind grundsätzlich steuerpflichtig. Der Kontoinhaber kann jedoch bei seiner Bank einen Freistellungsauftrag einreichen, um sich von der Steuerpflicht zu befreien. Wird das Kautionskonto aufgelöst, hat der Mieter auch einen Anspruch auf Auszahlung der Zinsen.

Finanzierung

Wer im Moment des Umzugs nicht flüssig ist, kann die Mietkaution finanzieren. Welche Lösung am besten geeignet ist, richtet sich nach der jeweiligen Situation des Mieters. Entscheidend für die Wahl der Finanzierungsart ist die benötigte Summe, die eigene Bonität, die Zinskosten sowie der Zeitraum der Rückzahlung. Wir beschreiben die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten, siehe Auflistung unten.

Finanzierung
Vorteile
Nachteile
  • schnelle Verfügbarkeit
  • hohe Zinsen
  • bei guter Bonität attraktive Konditionen
  • bei schlechter Bonität hohe Zinsen
  • mehrtägige Bearbeitungszeit durch Bank
  • keine Einmalzahlung notwendig
  • keine Zinskosten
  • hohe finanzielle Belastung der Haushaltskasse über drei Monate
  • mehr finanzielle Freiheit – Ersparnisse bleiben mein Mieter
  • geringe Kosten ab 3,5% Zinsen pro Jahr (siehe Kosten der Anbieter im Vergleich)
  • jederzeit kündbar
  • nicht alle Vermieter akzeptieren die Bürgschaft
  • Dispokredit

    Der Dispokredit ist eine praktische Liquiditätsreserve auf dem Girokonto, wenn mal kein Guthaben vorhanden ist. Er ist sehr flexibel, da ein Zugriff auf das Geld ohne Formalitäten mit der Bank möglich ist. Die Zinsen sind jedoch mit durchschnittlich 10 Prozent sehr hoch. Diese Finanzierungsart rechnet sich nur, wenn die Kontoüberziehung sehr kurzfristig ist, also innerhalb weniger Tage wieder ausgeglichen werden kann.

    Ratenzahlung

    Zwar ist der Wohnungsinhaber grundsätzlich schon zu Beginn des Mietvertrags zur Zahlung der Mietkaution verpflichtet. Er muss sie jedoch nicht in einer Summe zahlen, sondern kann das Geld auch in drei gleichen monatlichen Raten erbringen, siehe Zeitpunkt der Zahlungen. Vermieter sind zwar nicht verpflichtet, auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Sie müssen jedoch auf Antrag des Mieters der Splittung in drei Teilbeträge zustimmen. Die Zahlung in Raten verursacht zwar keine Zinskosten, belastet jedoch die Haushaltskasse in den ersten drei Monaten nach dem Umzug.

    Klassischer Kredit

    Ein klassischer Mietkautionskredit bietet gegenüber den anderen Optionen lediglich dann Vorteile, wenn die Zinsen niedrig sind. Der Antragsteller erhält von seiner Bank nur bei entsprechender Bonität günstige Konditionen.

    Mietkautionsbürgschaft

    Anstelle der Bargeldzahlung können Mieter ihrem Vermieter eine Mietkautionsbürgschaft überreichen. Kommt es zum Schaden, zahlt der Bürge. Wie bei einer Versicherung muss der Mieter einen jährlichen Beitrag zahlen. Bürgschaften sind bei Banken (Bankbürgschaft-Mietkaution) und Versicherungen (Kautionsversicherung) erhältlich. Diese Kautionsform bietet für beide Mietparteien Vorteile. Mieter schonen ihre Ersparnisse beim Umzug, Vermieter sparen den Verwaltungsaufwand. Sie erhalten zudem nur Mietinteressenten bei denen die Bonität geprüft wurde

    Höhe Kaution eintragen

    Mietkaution im Schadensfall

    Wann darf der Vermieter die Mietkaution einbehalten

    Bei Mietrückständen oder Beschädigungen der Mietsache kann der Vermieter die Zahlung der ausstehenden Beträge oder die Reparatur der Schäden vom Mieter verlangen. Bei entstandenen Schäden muss jedoch zunächst zwischen normalen Abnutzungsspuren und wirklichen Beschädigungen unterschieden werden. Während normale Abnutzungserscheinungen mit der Miete abgegolten sind, müssen tatsächliche Schäden am Mietobjekt vom Mieter beseitigt werden. Kommt der Mieter der Aufforderung zur Schadensbehebung nicht nach, kann der Wohnungseigentümer die Reparaturen in Eigenregie durchführen, und die entstandenen Kosten mit der hinterlegten Mietkaution verrechnen. Ein verbleibender Differenzbetrag wird später an den Mieter ausgezahlt.

    Ausführliche Infos zu Schaden, Einbehalt und Rückzahlung der Mietkaution.

    Rückzahlung

    Wann bekomme ich als Mieter mein Geld zurück? Sobald das Mietverhältnis endet, stellt sich gewöhnlich die Frage nach der Rückzahlung (dort ausführliche Infos). Der Anspruch des Mieters entsteht jedoch nicht automatisch mit dem Auszugstermin. Der Vermieter ist erst dann zur Herausgabe verpflichtet, wenn alle Forderungen aus dem Mietvertrag erfüllt sind. In diesem Fall muss er die Kautionssumme incl. der angefallenen Zinsen an den Mieter auszahlen. Wurde eine Bürgschaft hinterlegt, erfolgt die Kündigung des Vertrags durch Rückgabe der Bürgschaftsurkunde durch den Vermieter an die Versicherung oder Bank.

    44 Gedanken zu „Mietkaution – alle Regeln und Vorschriften“
    1. Ich hatte meine angemietete Wohnung unberechtigterweise untervermietet und die fristlose Kündigung erhalten. Der Vermieter möchte meine Kaution einbehalten, obwohl ich das Beseitigen der Mängel angeboten habe. Kann ich darauf bestehn? Es bestehen keinerlei Mietschulden.

      1. Sehr geehrte Frau Preiss,

        gerne werde ich Ihre Frage beantworten. Grundsätzlich muss Ihnen der Vermieter die Möglichkeit geben, den Schaden selbst zu beheben. Der Hausherr darf von Ihnen hierbei eine fachgerechte Vorgehensweise verlangen. Sie können dies bei entsprechenden handwerklichen Kenntnissen selbst erledigen, oder dies andernfalls durch Fachpersonal ausführen lassen. Der Vermieter darf die Mietkaution erst dann heranziehen, wenn beide genannten Möglichkeiten nicht in Frage kommen, oder die Arbeiten nicht fachgerecht durchgeführt wurden. Die fristlose Kündigung ändert an dem Sachverhalt – soweit mir bekannt ist – nichts.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

      1. Hallo Görl,

        du kannst dem Vermieter anbieten, die Mietschulden mit der Kaution zu verrechnen. Das sollte kein Problem sein.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    2. Hallo,

      der Vermieter hat versucht mein Kautionssparbuch aufzulösen und die Absicht die gesamte Mietkaution einzubehalten ohne Grund. Die Wohnungsabnahme wurde vermerkt mit :,,ohne Mängel übergeben“ Dürfen die das dann so einfach?

      MfG

      1. Sehr geehrte Frau Kesselbach,

        sprechen Sie zunächst unbedingt mit Ihrem Vermieter, um den genauen Grund für den Einbehalt zu erfahren. Nageln Sie den Vermieter auf eine konkrete Antwort fest. Lassen Sie sich nicht abwimmeln. Bezüglich der Wohnung – die nachweislich mängelfrei übergeben wurde – hat der Hausherr schon mal keinen Grund, die Kaution einzubehalten. Als möglichen weiteren Grund für einen Einbehalt bleiben noch Mietrückstände sowie die Nebenkosten. Bei den Nebenkosten verhält es sich so, dass der Vermieter einen angemessenen Teil der Kautionssumme bis zur endgültigen Abrechnung durch den Energieversorger zurück behalten darf. Der übrige Betrag, der nicht für die Betriebskosten benötigt wird, ist allerdings schon vorher an den Mieter auszuzahlen. Sie haben also im Moment ein Recht auf eine teilweise Auszahlung der Kaution. Ausführliche Infos zur Rückzahlung sowie den Fristen gibt es hier. Wie Sie die Kaution letztlich zurück fordern können, erfahren Sie hier.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    3. Hallo,

      wir haben am 28.02.2017 die Mietwohnung ohne Beanstandung an den Vermieter übergeben, jedoch bis heute die Kaution noch nicht zurück. Wie lange darf sie der Vermieter behalten?

      Vielen Dank

      1. Hallo,

        welchen Grund gibt der Vermieter für den Einbehalt an? Da die Wohnung schon übergeben wurde, bleiben normalerweise nur ausstehende Zahlungen als Argument übrig. Wenn Sie alle Mietzahlungen geleistet haben, kann es es sich normalerweise nur noch um die letzte Nebenkostenabrechnung handeln. Der Vermieter muss Ihnen jedoch den Teilbetrag – der nicht für die Betriebskostenabrechnung benötigt wird – schon vorher auszahlen. Ausführliche Infos zu den Rückzahlungsfristen finden Sie hier.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    4. Guten Tag,

      Im September 1998 zog ich in meine jetzige Wohnung ein. Dabei habe ich eine Mietkaution in Höhe von 3000,00 DM hinterlegt. In bar und gegen Quittung, die ich aufbewahrt habe. Als Ergänzung zu meinem Mietvertrag steht in einem Schreiben von der Postbank, dass die Kaution auf ein Sparbuch mit entsprechender Nummer angelegt wurde. Und dass ich dabei ( „hiermit“ ) eine Vollmacht besitze „zu Lebzeiten und über den Tod hinaus“.

      Nun wollte ich im Februar diesen Jahres vom Vermieter wissen (in schriftlicher Ausführung), zu welcher Höhe meine Zinsen auf das genannte Sparbuch angelaufen seien. Der Vermieter hatte sich vorbehalten, das Sparbuch selbst aufzubewahren. Hierauf kam keine Antwort. Drei Wochen später bin ich zur Postbank gegangen mit meiner Vollmacht, um hier direkt Bescheid zu bekommen über angelaufene Zinsen. Der Postbankangestellte erklärte mir, dass es kein Bankbuch mit dieser Nummer existiert.

      Nach weiterer Recherche teilte er weiter mit, die damalige Kaution von 3000,00 DM sei auf ein normales Girokonto des Vermieters eingezahlt worden. Außerdem sei meine Vollmacht, wie sie formal gehalten sei, nicht gültig! Jetzt habe ich habe 5 mal den Vermieter angeschrieben, bis dato heute. Er wohnt Wand in Wand mit meiner Wohnung sozusagen. Ich bin ihm unten am Hauseingang ein paar mal begegnet. Einziger Kommentar, ich solle es nicht so eilig haben.

      Was mache ich jetzt? Die Wohnung habe ich voll renoviert am Anfang und gepflegt. Laut Mietvertrag bin ich nicht verpflichtet, sie im renovierten Zustand abzugeben! Bald bin ich 80 Jahre alt, und möchte deshalb in einer altersgerechte Wohnung umziehen. Bitte sagen Sie mir bitte, wie ich jetzt vorgehen soll!

      Seien Sie freundlich, Danke!
      Barbara

      1. Hallo Barbara,

        für mich entsteht der Eindruck, dass der Vermieter die Mietkaution zwar damals auf ein Sparbuch eingezahlt, er das Sparbuch jedoch zwischenzeitlich aufgelöst hat. Anschließend hat er das Geld auf sein Girokonto eingezahlt. Wenn sich das tatsächlich so darstellt, wäre das hochgradig illegal. Denn ein Vermieter darf nicht einfach so zwischendurch ein Mietkautionskonto auflösen. Während der Mietvertrag läuft, ist die Mietkaution für den Vermieter tabu. Außer der Mieter verstößt erheblich gegen die Pflichten aus dem Mietvertrag. Das ist bei Ihnen wohl nicht der Fall.

        Sie haben jederzeit das Recht, sich vom Vermieter den Verbleib der Kautionssumme sowie der Zinsen nachweisen zu lassen. Sie haben die Sache ja schon richtig begonnen, indem Sie Ihren Eigentümer schriftlich aufgefordert haben. Schreiben Sie ihn erneut an. Fordern Sie ihn in dem Schreiben auf, den Verbleib des Geldes zu klären. Setzen Sie nur diesmal ein Frist von z.B. zwei Wochen. Erwähnen Sie zudem, dass Sie nach Ablauf der Frist weitere rechtliche Schritte folgen lassen werden. In diesem Fall nehmen sie bitte Kontakt zu einem Mieterverein auf.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    5. Guten Tag,

      Sie schreiben, dass die Mietkaution erst mit Mietbeginn zu zahlen ist.

      Folgende Situation: Wir haben kürzlich unsere Wohnung über eine Maklerin vermittelt bekommen. Die Maklerin sagt nun, dass die Kaution bei Unterschrift fällig wird. Wir sollen den Mietvertrag morgen schon unterschreiben, und 2 Monatsmieten in bar mitbringen. Einziehen können wir jedoch erst zum 01.09, da der alte Mieter noch nicht ausgezogen ist. Angeblich will es der Vermieter und so, und so würde es auch im Mietvertrag stehen. Ist das so erlaubt, wie es die Maklerin und Vermieter behaupten?

      Vielen Dank schon mal für Ihre Mühe

      1. Hallo,

        in der Praxis wird zwar oft so verfahren, dass der Vermieter die Kaution bei der Schlüsselübergabe haben möchte. Die rechtliche Situation ist dennoch wie oben beschrieben. Erst zu Mietbeginn sind Sie tatsächlich zur Zahlung verpflichtet. Das wäre in Ihrem Fall der 01.09.2017. Auch das Recht auf Ratenzahlung bleibt erhalten. Selbst wenn im Mietvertrag etwas anderes steht, oder Vermieter / weitere Personen etwas anderes behaupten. Wenn Sie die Zahlung in Raten vornehmen möchten, sieht das in Ihrem Fall so aus:

        • Abschlussdatum des Mietvertrags: 27.07.2017
        • Mietbeginn ist der 01.09.2017
        • 1. Rate ist fällig am 01.09.2017
        • 2. Rate ist fällig am 01.10.2017
        • 3. Rate ist fällig am 01.11.2017

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Readaktion

    6. Hallo,

      ich wohne jetzt seit 8 Monaten in der Wohnung. Der Vermieter hat beim Einzug eine Mietkaution von mir bekommen, die ich ihm in bar übergeben habe. Leider weiß ich nicht, was er mit dem Geld danach gemacht hat. Also ob er es angelegt hat usw…. Leider hatte ich mich damals bei dem ganzen Umzugsstress auch nicht darum gekümmert…. Inzwischen habe ich ihn jedoch schon zweimal darauf angesprochen mir mitzuteilen wie er das mit der Anlage geregelt hat !! Er gibt mir jedoch keine richtige Antwort, weicht mir eher aus. Da ich es jedoch schon wissen möchte:

      Was kann ich tun?

      1. Hallo,

        zunächst: Der Vermieter ist verpflichtet, das Geld aus der Kaution sicher verzinslich und getrennt von seinem übrigen Vermögen anzulegen. Siehe auch Ausführung hier. Darüber hinaus haben Sie jederzeit gegenüber Ihrem Vermieter ein Auskunftsrecht. Das bedeutet: er muss Ihnen konkret mitteilen, wie und wo er das Geld angelegt hat. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet. Da er bisher nicht reagiert hat: Fordern Sie ihn schriftlich – am besten unter Setzung einer Frist – dazu auf, Ihnen den Verbleib des Geldes mitzuteilen. Lassen Sie sich hierzu bitte unbedingt auch Nachweise vorlegen. Z.b. Unterlagen zum Sparkonto sowie einen Kontoauszug aus dem die Überweisung auf das Konto hervorgeht oder einen Einzahlungsbeleg. Reagiert der Vermieter auch darauf nicht, können Sie rechtlich gegen ihn vorgehen. Suchen Sie sich in diesem Fall bitte Hilfe bei einem Mieterverein.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    7. Vielleicht kann uns hier jemand helfen.

      Zunächst eine Frage: Darf unsere Vermieterin beim Auszug mehr Geld von uns verlangen, als die Kaution die wir bezahlt haben? Folgende Situation: wir haben damals beim Einzug vor 11 Jahren 800 Euro an sie bezahlt. Jetzt sagt sie, dass die Renovierungen deutlich mehr kosten und damit den Betrag übersteigen. Sie möchte das Geld komplett einbehalten, und den Restbetrag von uns auch noch bezahlt haben. Darf die Vermieterin das? Ist es nicht so, dass die Mietkaution immer auf drei Monatsmieten begrenzt ist?

      1. Hallo,

        die Mietkaution ist zwar wie Sie schon richtig vermuten auf drei Monatsmieten begrenzt. Die Vermieterin kann jedoch auch höhere Schadensansprüche geltend machen, wenn diese tatsächlich bestehen. In diesem Fall darf sie mehr Geld von Ihnen fordern, als es die Kaution „hergibt“. Sie müssten jetzt natürlich schauen, welche Renovierungsarbeiten tatsächlich in Ihren Verantwortungsbereich fallen. Oder ob die Vermieterin hier versucht, eigene Kosten auf Sie abzuwälzen. Das nur als abschließenden Tipp.

        Viele Grüße

    8. Ich hätte da mal eine Frage: Unser Vermieter hat uns die Wohnung zum Jahresende gekündigt, da seine Tochter nächstes Jahr in die Wohnung einziehen will. Wir haben aus diesem Jahr noch 2 Monatsmieten offen stehen, die wir nicht zahlen konnten. Können wir den Vermieter fragen, ob er die offenen Mieten mit der Kaution verrechnen kann? Oder müssen wir auf jeden Fall vorher noch nachzahlen?

      Danke schonmal im Voraus

      1. Hallo,

        fragen Sie können Sie Ihren Vermieter im Prinzip alles 🙂 Er kann sich darauf einlassen, muss es jedoch nicht. Mieter dürfen die Mietkaution generell nicht abwohnen. Denn der Vermieter benötigt sie als Sicherheit, wenn beim Auszug in Ihrer Wohnung etwas kaputt geht. Auch muss er noch die restlichen Nebenkosten abrechnen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Ihr Vermieter auf Ihren Vorschlag einlässt.

        Viele Grüße

    9. Hallo,

      wir haben folgendes Problem.

      Mein Freund hat 2013 mit seiner Ex- Frau eine Wohnung bezogen. Die Mietkaution wurde vom JobCenter gestellt, und er musste diese zurückzahlen. Kurz nach Einzug haben die beiden sich getrennt. Mein Freund musste über seine BG Nummer den Kredit selbständig abbezahlen, und sie war aus dem Schneider. Nachweise darüber dass er ganz normal aus dem Mietvertrag gegangen ist ohne dass da Mietschulden waren liegen vor. Das JobCenter hat die Miete direkt an den Vermieter gezahlt. Nachdem die Kaution vollständig an das JobCenter zurückgezahlt wurde, erhielt er ein Schreiben welches besagt, das wenn sie auszieht die Kaution vollständig an Ihn auszuzahlen ist. Ich habe sie dann vor ein paar Monaten getroffen. Sie erzählte mir, dass Sie vorhat die Mietzahlungen vom Jobcenter zum Vermieter zu stoppen, und angeben will das Sie die Miete selber zahlen möchte, da Sie jetzt ausziehen möchte und das Geld für den Umzug bräuchte. Dann wären Ihr die Mietschulden egal. Die könne man ja dann mit der Mietkaution verrechnen. Wie gesagt die Kaution steht laut Schreiben des JobCenters vollständig meinem Freund zu, und das wusste Sie auch. Mein Freund hat dann bei der Mietgesellschaft angerufen und ihnen dieses mitgeteilt. Genauso wie er es dem JobCenter mitgeteilt hat. Es kam von beiden keine Reaktion. Wie wir jetzt erfahren haben, ist sie wohl damit durchgekommen, und jetzt bestehen Mietrückstände. Die Mietgesellschaft sagt jetzt, das eine Auszahlung nicht möglich wäre da das Kautionsgeld jetzt für die Forderung verwendet wird.

      Was kann er da bitte noch machen? Das kann doch nicht angehen, dass Sie vorsätzlich Sozialbetrug begeht. Dass das JobCenter und auch die Mietgesellschaft davon wussten, und nichts unternehmen, und mein Freund jetzt der Gelackmeierte ist. Seit dem 07.05.2015 steht klar fest, dass er die Kaution bekommen muss. Er hat auf Grund der Rückstände auch kein Schreiben von der Mietgesellschaft bekommen.

      Es wäre toll, wenn Sie uns helfen würden. So langsam verzweifel ich nämlich, wenn ich ehrlich bin.

      Lieben Gruß
      Jasmin

      1. Hallo,

        es ist zwar richtig, dass Ihrem Freund von Seiten des Jobcenters die Rückzahlung der Kaution „zusteht“. Aber man muss hier zunächst unterscheiden. Der Mietvertrag wurde von beiden unterschrieben? Also haften beide für die Verbindlichkeiten aus dem Mietvertrag. Zunächst darf die Mietgesellschaft die Kaution einbehalten, da Mietschulden bestehen. Das Jobcenter kann das Geld wiederum nur an Ihren Freund auszahlen, wenn es das Geld von der Wohnungsgesellschaft zurück bekommt. So wie ich das jetzt beurteile, muss sich Ihr Freund an seine Exfreundin wenden, um sein Geld wieder zu bekommen. Fall Sie nicht klarkommen, suchen Sie sich am besten Hilfe beim Mieterverein oder einem Fachanwalt.

        Viele Grüße

    10. Guten Abend,

      wir sind aus unserer Mietwohnung nach einem Jahr wieder ausgezogen. Nun moniert die Vermieterin, das bei dem 20 Jahren alten Herd die Tür kaputt sei. Nun kauft sie für 700€ einen neuen Herd, der Kaufpreis soll von unserer Kaution abzogen werden. Ein Elektriker hat und schriftlich bestätigt, dass die Türhalterung altersbedingt weggerostet ist. Die Firma Neff hat uns schriftlich bestätigt, dass es für so alte Modelle keine Ersatzteile mehr gibt.

      Nun meine Frage: muß ich den neuen Herd bezahlen?

      Vielen Dank

      1. Hallo,

        ganz klar nein. Sie haben in dem Sinne nichts kaputt gemacht. Es handelt sich um ganz normalen Verschleiß. Scheinbar versucht die Vermieterin, auf Ihre Kosten das Geld für die Neuanschaffung zu sparen.

        Viele Grüße

    11. Hallo,

      meine ehemalige Vermieterin hat mir mein Übergabeprotokoll nicht ausgehändigt. Sie wollte Dinge zusätzlich hinzufügen, welche ich nicht bereit war zu unterzeichnen. Die Mängel wurden ein bis zwei Wochen nach der Ein-Auszugsübergabe angeprangert. Meine Mietkaution hat sie ebenfalls nicht zurückgezahlt. Jetzt, 7 Monate nach Auszug, schickte sie mir eine Betriebskostenabrechnung, bei der noch ein Betrag von 118€ zu begleichen wäre. Ich war der Meinung, die Mietkaution müsse diese Beträge mit deckeln, falls nach dem Mietverhältnis weitere Kosten vorhanden sind. Liege ich mit dieser Annahme richtig? Ich habe gestern diese Abrechnung erhalten (1.1.2016-31.12.2016) mit dem Ausstellungsdatum vom 21.4.2017. Ich bin am 15.4.2017 ausgezogen. Kann ich mich auf irgendwelche Paragraphen stützen?

      Ich möchte mit dieser Frau nichts mehr zu tun haben… Mein Vormieter hat mir in einem späteren Gespräch schon erzählt, dass sie versuchte seine Kaution zu drücken. Ich habe ihn ebenfalls versucht zu kontaktieren, er lehnt den Kontakt jedoch ab.

      Danke für jede Hilfe!
      Julia

      1. Hallo,

        Ihre Vermieterin ist berechtigt, Schäden in der Wohnung genauer zu überprüfen. Das kann Sie im Rahmen einer Prüfungs- und Überlegungsfrist tun, welche bis zu sechs Monaten dauern darf. Die Übergabe der Wohnung ist solange nicht erfolgt, wie sich die Vermieterin Zeit für die Überprüfung nimmt. Inwiefern Ihre Vermieterin die Mängel / Schäden zu Recht beanstandet, kann ich von hier aus nicht beurteilen. Die letzte Betriebskostenabrechnung muss ein Vermieter bis zu 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums des Energieversorgers stellen. Eine Verrechnung der Betriebskosten mit der Mietkaution ist zulässig. Ein Vermieter darf den Teil der Kaution, welcher für die abschließende Betriebskostenabrechnung benötigt wird, bis dahin einbehalten.

        Viele Grüße

    12. Hallo zusammen,

      meine Familie und ich werden umziehen. Außer der Nebenkostenendabrechnung werden keine weiteren Kosten auf uns zukommen. Zweimal bis dato haben wir in anderen Mietverhältnissen nach Mietende trotz gleicher Situation unsere Mietkaution nicht zurückerhalten. Die jeweilig möglichen Klagen blieben unsererseits aus. Nicht wegen Aussichtslosigkeit, sondern weil wir als Altenpfleger zu viel verdienen, um Prozesskostenbeihilfe zu beantragen. Aber wiederum zu wenig um den Klageweg auf unsere Kosten zu bestreiten. Darf ich die Kaution der letzten Monate der Kündigungsfrist jeweils in Kaltmietenhöhe einhalten? Zumindest teilweise?

      1. Hallo,

        machen Sie das bitte in keinem Fall!! Die Mietkaution abwohnen ist rechtlich unzulässig. Der Vermieter könnte Sie unmittelbar auf Herausgabe des Geldes verklagen. Sie müssten mit weiteren Kosten wie z.B. für Anwälte, Gericht usw. rechnen. Gehen Sie bitte zum örtlichen Mieterverein, und lassen Sie sich dort gegen eine geringe Gebühr beraten.

        Viel Erfolg!

    13. Sehr geehrte damen und Herren,

      ich habe 10 Monate in einer Wohnung gewohnt. Die Miete betrug gerade mal 400 Euro. Strom und Warmwasser habe ich direkt über einen Anbieter gezahlt. Für Heizung und Kaltwasser habe ich dem Vermieter jeden Monat 100 € überwiesen. Im August bin ich ausgezogen. Der Vermieter meinte, ich müsste für bestimmte Schäden, bzw. Abnutzungsspuren aufkommen. Hierbei ging es um Wasserflecken, die auf den mind. 30 Jahre alten Holzfensterbrettern (innen) waren. Er wollte, dass ich einen Elektriker hole um die Lampenkabel mit Lüsterklemmen abzusichern. Bei meinem Einzug waren die Kabel auch ohne diese Klemmen. Insgesamt war die Wohnung sehr abgewohnt: unter anderem uralte verschlissene Holzfensterrahmen. Das Efeu, bzw. der wilde Wein wucherte über das ganze Haus. Man konnte teilweise nicht einmal aus den Fenstern schauen…. Der ganze Balkon war mit wildem Wein verwachsen… Ein altes Keramikduschbecken bei dem er jetzt bemängelt, es seien Kalkflecken wegen mir drauf, die ich ebenfalls entfernen müsste.

      Ich habe bei Auszug alles gekehrt / staubgesaugt, und alle Ablagen und Küchenschränke komplett sauber gewischt. Den Kühlschrank piccobello geputzt, und keinerlei Schäden an Wänden oder dem Fußboden hinterlassen. Dies reichte ihm aber nicht. Er wollte auf meine Kosten einen Putztrupp holen lassen. Man muss dazu sagen, dass er ansonsten bisher hauptsächlich alles durch die ehemaligen Mieter hat verschönern lassen… Die Miete war immer günstig. Und somit übernahmen ein paar der Vormieter freiwillig Verschönerungen, wie Holzfußboden frei legen, Küche einbauen….

      Die von mir damals geforderte Mietkaution von fast VIER Kaltmieten (1500 €) will der Vermieter bis jetzt nicht ausbezahlen. Wobei klar ist, dass ich von den bezahlten Nebenkosten sogar noch etwas zurückbekomme. Darf er jetzt einfach Reparaturkosten für seine Fensterbretter (innen) von der Mietkaution abziehen? Er hat diese von einem Schreiner richten lassen. Ich habe ihm nun eine Frist gesetzt und danach möchte ich klagen. Dies weiß er, aber das interessiert ihn nicht. Er sagte: Was ein Anwalt sagt, interessiert mich einen Sch***!

      Welche Rechte habe ich, und muss ich tatsächlich für so alte Schäden aufkommen? Ich kann leider nicht beweisen, dass diese bei Einzug schon da waren, weil ich es nicht als „Schaden“ empfunden habe. Sondern ich dachte, dass das eben so ist, und auch nicht schlimm aussah.

      Ich habe übrigens das Übergabeprotokoll damals beim Auszug nicht unterschrieben, da der Vermieter die Schlüsselübergabe verweigert hat. Es war alles sauber, vielleicht nicht so sehr die Fenster. Aber da hingen von außen die ganzen Efeublätter dran. Die Fenster wären gleich wieder verschmutzt gewesen.

      Die Schlüssel habe ich aber unter Zeugen dann abgegeben, und der Vermieter hat diese angenommen.

      Vielen Dank im Voraus
      und Herzliche Grüße,
      Katharina Fuchs

      1. Hallo,

        es scheint mir so, als wolle der Vermieter die Wohnung auf Ihre Kosten renovieren. Zunächst mal: vier Nettomieten sind schon mal nicht rechtens. Der Gesetzgeber erlaubt bei der Mietkaution maximal drei Nettomieten, siehe Ausführungen oben. Zudem sehe ich hier – so wie Sie es beschreiben – keine wirklichen Schäden. Wie Sie schon richtig vermuten, handelt es sich um die gewöhnliche Abnutzung der Gegenstände, welche mit der Miete abgegolten sind. Sie sind in eine unrenovierte Wohnung eingezogen, weshalb Sie nicht zu Durchführung von Schönheitsreparaturen verpflichtet sind. Ich sehe hier im Moment keine Veranlassung, warum Ihnen der Vermieter die Kaution kürzen sollte.

        Lassen Sie sich nicht beirren, und fordern Sie konsequent Ihr Geld zurück. Eine Anleitung zur Vorgehensweise finden Sie hier.

        Viel Erfolg

    14. Hallo,

      wir haben unser Mietverhältnis zum 31.03.2018 gekündigt. Es wurden schwere Schäden (Wasserschaden/Feuchtigkeit) nie ordnungsgemäß beseitigt bzw, die Ursachen nicht repariert. Unser Kind leidet nun an bronchitischem Asthma. Der Vermieter ist privat. Er hat in einer Mail bestätigt, dass er unsere Mietkaution in Höhe von 3000 Euro privat zu Hause aufbewahrt. Wir haben große Bedenken das Geld je zurück erhalten, weil seitens des Vermieters nicht einmal Kapital für Reparaturen investiert wurde. Wir haben angekündigt, die Kaution ab Januar einzubehalten und mit der Miete zu verrechnen.

      Allerdings unter der Bedingung der ordnungsgemäßen Anlage. Nun befinden wir uns aber bereits im gekündigten Verhältnis. Können wir die Bedingung zurücknehmen und die Kaution einbehalten, indem wir die Miete kürzen?

      1. Hallo,

        man muss hier 2 Dinge voneinander unterscheiden.

        Die Mietminderung: Sie dürfen die Miete unter bestimmten Voraussetzungen kürzen. Das ist grundsätzlich dann gegeben, wenn Sie als Mieter die Wohnung nicht vertragsgemäß nutzen können. Der Feuchtigkeitsschaden könnte hierfür ein Grund sein.

        Die Kaution: es ist in keinem Fall rechtens, diese abzuwohnen. Egal aus welchem Motiv, siehe Sicherungszweck der Mietkaution.

        Ich rate Ihnen dringend, einen Fachanwalt für Mietrecht aufzusuchen, da Sie sich ja auch in einem gekündigten Mietverhältnis befinden.

        Viel Erfolg

    15. Hallo,

      ich bin zum 31.03.2014 aus einer von mir angemieteten Wohnung ausgezogen. Der Vermieter hatte nichts zu bemängeln, wollte aber kein Übergabeprotokoll anfertigen. Einen Monat später bezog eine Bekannte von mir diese Wohnung. Bis zu deren Einzug bezahlte ich noch die monatliche Miete, da ich bedingt durch eine 3-monatige Kündigungsfrist erst zum 30.06.2014 hätte kündigen können. Als diese Mieterin einzog, fing der Vermieter bereits an, unwahre Behauptungen zu verbreiten.

      Deshalb forderte ich ihn recht zügig auf, die gezahlte Kaution zu überweisen. Ich habe sämtliche Räume per Foto vor Auszug dokumentiert. Der Vermieter reagierte nie auf Zahlungsaufforderungen. Da es Ende 2017 verjährt gewesen wäre, stellte ich nach nochmaliger schriftlicher Fristsetzung per Einschreiben dann schliesslich einen Mahnbescheid. Doch ein Tag bevor dieser in Kraft getreten wäre, legte der Vermieter Widerspruch ohne Angaben von Gründen ein. Nun wäre ich gezwungen, Klage zu erheben.

      Was mich etwas abschreckt ist, dass ich nun gehört habe, dass ich in der Beweispflicht wäre, die Kaution gezahlt zu haben. Stimmt das? Da ich zwischenzeitlich ins Ausland zog, habe ich das damalige Konto gekündigt, und verfüge nicht mehr über entsprechende Kontoauszüge. Ich weiss aber ganz genau, dass ich per Überweisung diese Mietkaution in Höhe von 1.230 € zahlte. Ich wohnte dort mit meinen beiden Kindern für etwa 3/2 Jahre. Ohne Zahlung der vereinbarten Kautionssumme wäre das nicht möglich gewesen.

      Außerdem gibt es bis heute keine einzige Nebenkostenabrechnung durch den Vermieter betreffend Müll, Treppenhausreinigung, die ich mit 60€ monatlich wahrscheinlich viel zu hoch vorausbezahlen musste. Hab ich noch ein Recht darauf, diese einzufordern?

      Vielen Dank für Ihre Hilfe und mit freundlichen Grüßen!

      1. Hallo,

        dass der Vermieter kein Wohnungsübergabeprotokoll anfertigen wollte, ist ein Vorteil für Sie. Denn so muss er nachweisen, dass eventuelle Schäden von Ihnen verursacht wurden. Jetzt kann theoretisch ebenso der Vormieter oder der Nachmieter dafür verantwortlich sein. Das mit der Fristsetzung / dem Mahnbescheid haben Sie schon mal richtig gemacht. Sehen Sie in Ihrem Mietvertrag nach, ob eine Kaution zu zahlen war. Der Vermieter ist nachweispflichtig darüber, was er mit dem Geld angestellt hat, nicht Sie. Kontobewegungen von aufgelösten Konten können (falls erforderlich) auch noch nach einigen Jahren bei der jeweiligen Bank eingesehen werden. Sie sind als Mieterin grundsätzlich immer berechtigt, sich vom Vermieter die Nebenkostenabrechnungen vorlegen zu lassen. Die Nebenkosten hat der Vermieter gemäß §556 Abs.3 einmal jährlich abzurechnen. Die Abrechnung muss er Ihnen bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums vorlegen. Versäumt er die Frist, kann er keine Nachforderungen mehr an Sie stellen.

        Viel Erfolg

    16. Habe folgendes Problem:

      Mein Vermieter lässt sich mit der Auszahlung der Mietkaution Zeit. Ich bin seit einem Monat aus der Wohnung ausgezogen. Bin mit dem Vermieter zusammen durch die Wohnung gegangen. Bei der Übergabe gab es keinerlei Erwähnungen von irgendwelchen Mängeln. Der Vermieter ist noch in der Wohnung geblieben, um weiter zu schauen. Ich durfte jedoch gehen. Er meinte es wäre alles erledigt, Schlüssel etc abgegeben, Zähler abgelesen etc. Einen Monat später habe ich meinen Vermieter auf die Kaution angesprochen, wann diese denn ausgezahlt werden würde.

      Als Antwort bekam ich folgende Nachricht:

      „Hallo Herr …ich habe laut Gesetz bis zu einem halben Jahr Zeit, die Mietkaution zu überweisen! Leider sind danach noch Mängel aufgetaucht, wie z.b. der Wasserhahn in der Toilette der nicht geht, und der ersetzt werden muss. Löcher in der Küche vom Abbau mussten dicht gemacht werden. Genauso musste der Garten vom Unkraut befreit werden. Diese Sachen muss ich Ihnen leider zum Abzug bringen. Werde Ihnen das schriftlich zusenden!“

      Sind das wirklich Mängel die der Vermieter mir im NACHHINEIN noch ankreiden kann? Sind das keine Schönheitsfehler?! Würde mich sehr gerne über eure Meinung freuen. Bekomme die Tage wohl noch ein Schreiben, in dem alles aufgelistet ist. Was mache ich dann? Ich sehe es nicht ein, diese Mängel zu bezahlen, die erst im Nachhinein wohl aufgefallen sind und das nach der Schlüsselübergabe.

      Wohin muss ich mich wenden, wenn ich dagegen Einspruch einreichen möchte, oder das Ding eben anfechten möchte?

      Vielen Dank schonmal!

      1. Hallo,

        zunächst hätte ich folgende Frage an Sie: Wurde ein Wohnungsübergabeprotokoll von Ihnen und dem Vermieter unterschrieben? Falls ja hätte der Vermieter damit bestätigt, dass die Wohnung mängelfrei übergeben wurde. Spätere Ansprüche wären dann nicht mehr möglich. Falls kein Abnahmeprotokoll angefertigt wurde, hat die Übergabe der Wohnung tatsächlich nicht vollständig stattgefunden. Der Vermieter kann also auch noch im Nachhinein Mängel geltend machen. Die reine Übergabe der Schlüssel ersetzt das Protokoll nicht, bzw. schließt die Wohnungsübergabe nicht ab. Mit dem halben Jahr Wartezeit hätte Ihr Vermieter im Prinzip recht. Das Ganze nennt sich „Prüfungs- und Überlegungsfrist“, und wird von der Rechtsprechung anerkannt.

        Für alles Weitere wenden Sie sich bitte an den örtlichen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht. Aus Kostengründen würde ich persönlich zunächst den Mieterverein vorziehen.

        Viel Erfolg

    17. Hallo,

      eine Frage: Ich wäre am 01. April mit zwei Freundinnen in eine Wohnung eingezogen. Jedoch haben wir die Wohnung nicht genommen, da bei einer zweiten Besichtigung der Wohnung Mängel aufgefallen sind, auf die uns die anderen Mieter aufmerksam gemacht haben. Der Mietvertrag wurde aber vorher, am 12. Januar bereits unterschrieben. Im Mietvertrag war jedoch vom Vermieter angegeben, dass bei Unterzeichnen des Vertrags die Hälfte der Mietkaution fällig ist, und der Restbetrag bei Schlüsselübergabe. Erst dann ist das Mietverhältnis gültig. Es kam aber zu keinem Mietverhältnis, da wir die Wohnung vor Einzug wieder „gekündigt“ haben. Es wurden Nachmieter für April gefunden, und der Vermieter überweist uns die angezahlte Kaution zurück. Wir haben ihm am 16.04. einen Brief zugesendet, von allen drei unterzeichnet, dass er den Betrag auf das angegebene Konto überweisen soll. Jetzt möchten wir gerne wissen, bis wann der Betrag auf dem Konto eingehen muss?

      1. Hallo,

        so wie Sie es beschreiben, ist der Mietvertrag nicht zu Stande gekommen. Somit hat der Vermieter auch nichts abzurechnen. Das bedeutet: er muss Ihnen die Kaution innerhalb weniger Tage zurück überweisen.

        Viele Grüße

    18. Ich habe seit etwa 3 Jahren meine Wohnung gekündigt. Bis jetzt hat der Vermieter die Mietkaution noch nicht zurück bezahlt. Einen Grund hierfür hat er nicht angegeben. Ich habe ihm nun einen Brief geschrieben, dass er innerhalb von 14 Tagen die Kaution auf mein Konto überweisen muss. Aber er hat einfach nicht geantwortet. Was soll ich in diesen Fall machen?

      Mit freundlichen Grüßen

      Omar

      1. Hallo,

        mit dem Anschreiben und der Fristsetzung haben Sie schon mal richtig gehandelt. Ich empfehle grundsätzlich, so etwas per Einschreiben mit Rückschein vorzunehmen. So können Sie sicher sein, dass der Empfänger das Schreiben auch erhalten hat. Im nächsten schritt würde ich dem Vermieter einen gerichtlichen Mahnbescheid zukommen lassen. Hierfür benötigen Sie noch keinen Rechtsanwalt. Das können Sie sogar online für ein paar Euros erledigen. Hier der Link: https://www.online-mahnantrag.de/

        Viel Erfolg

    19. Hallo,

      unser Ex Vermieter hat uns nur ein Drittel der Mietkaution zurück bezahlt, und den Rest für die Reparatur einer Zimmertür verwendet. Diese hatten wir bei unserer Versicherung gemeldet. Sie hat jedoch nur den Zeitwert der Tür ( 30 Jahre alt ) übernommen. Das hat dem Vermieter nicht gereicht, und jetzt möchte er den Rest von uns erstattet bekommen…

      Was können wir jetzt machen, um alles zurück zu bekommen ???
      VIELEN DANK im Voraus.

      1. Hallo,

        gehen Sie bitte nach dieser Anleitung vor:

        • 1. Gespräch mit dem Vermieter suchen.
        • 2. Wenn nicht erfolgreich: Hausherr unter Setzung einer Frist von 2 Wochen schriftlich zur Zahlung auffordern.
        • 3. Kein Erfolg? Mahnbescheid zustellen, z.B. hier
        • 4. Wenn nicht erfolgreich: Mit Klage drohen.
        • 5. Auch erfolglos? Über Fachanwalt für Mietrecht Klage einreichen.
    20. Hallo,

      ich habe auch eine Frage.

      Ich bin damals mit meinem Freund in eine Wohnung gezogen. Wir waren zu Anfang beide im Mietvertrag. Die Mietkaution in Höhe von 1.095€ habe ich von meinem Sparbuch beglichen. Dann sind einige schlimme Dinge passiert, und ich trennte mich von ihm. Es wurde eine Entlastung aus dem Mietvertrag für ihn beantragt. Der Vermieter hat zugestimmt. Ich habe es schriftlich, dass ich alleinige Vertragspartnerin bin, und das Mietverhältnis allein mit mir fortgeführt wird.

      Dann wurde meine Mutter schwer krank, was einen Umzug zu ihr erforderlich machte. Ich kündigte das Mietverhältnis, Frist waren drei Monate. Ich zog jedoch vorher aus, und bezahlte die letzten beiden Mieten im Voraus. Da ich einen Nachmieter fand, hatte die Vermietung das Einverständnis gegeben. In der Kündigung schrieb ich, dass ausschließlich auf mein Konto welches ich vorsorglich nochmal angab, die Mietkaution zurückzuzahlen sei. Ich bekam schriftlich die Betätigung, dass die Kündigung eingegangen sei. Somit war, bekannt wo hin die Kaution zu überweisen ist.

      Jedoch habe ich 6 Monate nach Auszug bis heute keine Zahlung bekommen. Auf Nachfrage wurde mir erst gesagt, dass die Buchungsabteilung sich melde. Tat sie aber nicht. Auf mehrmalige Nachfrage sagte man mir, die Mietkaution sei bereits ausgezahlt worden. Auf Nachfrage wohin sagte man mir auf ein Konto in Hessen. Ich fand dann heraus, dass es das Konto meines Ex war. Jetzt weigern die sich, mir meine Kaution zu bezahlen. Sie hätten es ja gezahlt. Ja aber nicht auf das Konto wo es hin gehört nämlich meines. Die sagten mir dann auch noch, dass dieses fremde Konto dort hinterlegt worden sei.

      Wie kann das sein, wenn ich alleinige Vertragspartnerin bin, und ich in der Kündigung ausdrücklich mein Konto angab?. Wie kann es sein, dass da fremde Leute einfach ihre Konten hinterlegen, und Geld abgreifen können?? Die sind doch verpflichtet mir das Geld zu bezahlen… oder???

      1. Hallo,

        ich betrachte es ebenso wie Sie, dass die Vermietung die Kaution an die falsche Person ausgezahlt hat. Wenn Sie als alleiniger Mieter im Mietvertrag stehen, ist das Geld auch ausschließlich an Sie auszuzahlen. Aus meiner Sicht muss die Vermietung die Mietkaution ein zweites Mal an Sie auszahlen, und sich das zuerst ausgezahlte Geld von Ihrem Ex zurückholen. Ich weise jedoch ausdrücklich darauf hin, dass ich kein Rechtsanwalt bin, und dies hier keine Beratung darstellt.

        Viel Erfolg

    21. Hallo,

      wir befinden uns derzeit im Streit mit unserem Vermieter, der uns sehr beschäftigt. Wir sind zum 31.05. aus unserer Wohnung ausgezogen, und haben aufgrund von Missverständnissen die Wohnung verspätet abgegeben, was den Vermieter etwas verärgert hatte. Im Vorfeld wussten wir allerdings, dass die Wohnung zum Zwecke von Renovierungsarbeiten einen Monat nicht an einen Nachmieter vermietet werden sollte. Bereits bei der Abgabe wies uns der Vermieter darauf hin, dass er die über das Mietverhältnis hinausgehende Tage in Rechnung stellen würde. Damit waren wir einverstanden, und hatten uns auch hierfür entschuldigt.

      Nun gingen die Vermieter auf sehr gründliche Suche, und fanden noch vereinzelte Mängel wie Bohrlöcher, defekte Fliesen bzw. Bohrlöcher sowie Wasserflecken auf den Marmorfensterbänken. Dazu muss ich sagen, dass diese bereits bei unserem Einzug vorhanden waren. Sie gaben uns schriftlich mit allen aufgelisteten Mängeln einen Tag, die Schäden zu beseitigen. Wir gaben uns größte Mühe, die Wohnung in einen sehr guten Zustand zu bringen. Haben alle Heizkörper und Wände gestrichen, die Löcher in den Wänden fachgerecht verschlossen, nochmals gründlich geputzt, usw. Bei der endgültigen Abnahme waren die Vermieter mehr als begeistert (hierfür haben wir auch eine Zeugin).

      Jedoch wurde ein Schaden an der Duschabtrennung entdeckt, der durch das Putzen entstanden ist (die Dusche ist ca. 10 Jahre alt). Wir meldeten den Fall unserer Haftpflichtversicherung. 3 Monate später erhielten wir Post von unserem Vermieter, dass alle Schäden beseitigt wurden, jedoch der regulierte Betrag für die Duschabtrennung zu niedrig sei. Nun haben wir die Mietkaution vermindert um die Kosten für eine neue Duschabtrennung erhalten, und sind mehr als sauer. Dürfen die das? Welche Rechte oder Chancen hätten wir vor Gericht, wenn die die Kaution einklagen?

      1. Hallo,

        die Versicherung hat bei der Dusche den „Abzug alt für neu“ vorgenommen. Sie zahlt dem Vermieter nicht den Neupreis, sondern nimmt aufgrund des Alters der Dusche einen Abschlag vor. Das ist auch erlaubt, und entspricht der üblichen Praxis. Ihr Vermieter möchte natürlich nun versuchen, den kompletten Betrag zu erhalten, um nichts aus eigener Tasche zahlen zu müssen. Er macht das entweder aus eigener Unkenntnis oder andernfalls bewusst, und hofft auf Ihre Unkenntnis. Er darf jedoch die Differenz nicht mit Ihrer Mietkaution verrechnen. Ihnen steht der Anteil zu, Sie dürfen das restliche Geld herausverlangen.

        Viel Erfolg

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