Mietkaution – alle Regeln und Vorschriften

Grafik zur MietkautionZwischen den Mietparteien ist die Kaution immer ein beliebtes Streitthema. Denn für den Vermieter ist sie eine wichtige Sicherheit, für den Mieter hingegen eine lästige Zahlungsverpflichtung. Auch entsprechen die üblichen Vorgehensweisen in der Praxis nicht immer den gesetzlichen Bestimmungen. Wir erläutern alle wichtigen Regeln und Vorschriften. Von A wie Anlage bis Z wie Zinsen.

Warum eine Mietsicherheit?

Jeder Mieter kennt dies – beim Umzug in eine neue Wohnung muss eine Mietkaution an den Vermieter gezahlt werden. Der Hausherr sichert sich damit gegen Mietrückstände, ausstehende Nebenkosten oder Schäden in der Wohnung ab. Sie ist als eine Art Faustpfand zu verstehen. Im Schadensfall hat der Vermieter Zugriff auf das Geld, und kann es mit seinen Forderungen aus dem Mietvertrag verrechnen. Die Sicherheit darf allerdings nicht für jede „Kleinigkeit“ herangezogen werden. Das ist nur bei tatsächlichen Ansprüchen aus dem aktuell laufenden Mietverhältnis möglich, siehe Auflistung unten.

  • Schäden in der Wohnung
  • nicht gezahlte Miete
  • nicht gezahlte Nebenkosten
  • zu erwartende Nebenkostennachzahlungen

Kaution im Gesetz

Eine Verpflichtung des Mieters zur Zahlung ergibt sich nicht aus dem Gesetz. Sie entsteht erst, wenn im Mietvertrag die Hinterlegung einer Mietkaution vereinbart wurde. Vergisst der Vermieter diese in den Mietvertrag aufzunehmen, können Mieter die Zahlung theoretisch verweigern. Normalerweise wird sie jedoch vom Hausherrn verlangt. Es gelten die folgenden gesetzlichen Vorschriften. Sie ergeben sich aus §551 BGB.

Grafik zu den gesetzlichen Vorschriften

(1) Hat der Mieter dem Vermieter für die Erfüllung seiner Pflichten Sicherheit zu leisten, so darf diese vorbehaltlich des Absatzes 3 Satz 4 höchstens das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Miete ohne die als Pauschale oder als Vorauszahlung ausgewiesenen Betriebskosten betragen.

(2) Ist als Sicherheit eine Geldsumme bereitzustellen, so ist der Mieter zu drei gleichen monatlichen Teilzahlungen berechtigt. Die erste Teilzahlung ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Die weiteren Teilzahlungen werden zusammen mit den unmittelbar folgenden Mietzahlungen fällig.

(3) Der Vermieter hat eine ihm als Sicherheit überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anzulegen. Die Vertragsparteien können eine andere Anlageform vereinbaren. In beiden Fällen muss die Anlage vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen und stehen die Erträge dem Mieter zu. Sie erhöhen die Sicherheit. Bei Wohnraum in einem Studenten- oder Jugendwohnheim besteht für den Vermieter keine Pflicht, die Sicherheitsleistung zu verzinsen.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

§ 551 BGB kurz und einfach zusammengefasst

  • Die Höhe der Kautionssumme darf nicht mehr als drei Monatsmieten betragen.
  • Die Zahlung darf der Mieter in drei monatlichen Raten vornehmen.
  • Der Vermieter muss das Geld bei einer Bank auf einem Sparbuch getrennt von seinem übrigen Geld anlegen.
  • Die Mietparteien können auch eine andere Anlageform vereinbaren. Das Sparbuch muss der Wohnungseigentümer akzeptieren, anderen Anlageformen kann er zustimmen.
  • Die Zinsen gehören ebenso wie die eigentliche Kautionssumme dem Mieter.
  • Abweichende Vereinbarungen die den Mieter benachteiligen, sind nicht erlaubt.

Höhe

Wie hoch darf eine Mietkaution sein? Laut Gesetzgeber darf die Kautionssumme bei privaten Mietverhältnissen die Höhe von drei Monatsmieten nicht überschreiten. Entscheidend für die Berechnung der Kautionssumme ist die Nettokaltmiete. Damit ist die reine Miete ohne Nebenkosten (Heizung, Strom und Wasser) gemeint. Die Vorschriften zur Begrenzung auf drei Monate sowie die Anlage der Mietkaution gelten nur für private Mietverhältnisse. Bei gewerblichen Mietverträgen können sowohl Höhe als auch Anlageform zwischen den Mietparteien frei verhandelt werden. So sind dort durchaus Sicherheiten von sechs Monatsmieten üblich.

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Zeitpunkt der Zahlung

Wann muss die Mietkaution an den Vermieter gezahlt werden? In der Regel möchte sie der Hausherr entweder schon bei Unterschrift des Mietvertrags oder spätestens beim Einzug haben. Das ist die übliche Vorgehensweise. Doch das Gesetz sagt etwas anderes. So ist der Mieter bei einer in bar geleisteten Kaution berechtigt, die Geldsumme in drei monatlichen Raten zu leisten. Das Recht auf Ratenzahlung kann auch nicht per Mietvertrag ausgeschlossen werden. Die erste Teilzahlung wird in dem Monat fällig, in dem das Mietverhältnis beginnt. Die Zahlung erfolgt spätestens an dem Tag, an dem der Vermieter auch seine erste Miete erhält. Die beiden anderen Raten werden mit den beiden folgenden Mietzahlungen – also im zweiten und im dritten Monat fällig. Entscheidend für den Beginn der Ratenzahlung ist nicht das Datum an dem der Mietvertrag unterschrieben wurde, sondern der tatsächliche Mietbeginn. Den genauen Ablauf erläutert das Beispiel siehe unten. Andere Zahlungsformen wie z.B. eine Bürgschaft werden sofort mit dem Mietbeginn fällig. Hier gibt es keine Möglichkeit einer Teilzahlung.

Beispiel

  • Abschlussdatum des Mietvertrags ist der 10.07.2017
  • Mietbeginn ist der 01.08.2017
  • 1. Rate ist fällig am 01.08.2017
  • 2. Rate ist fällig am 01.09.2017
  • 3. Rate ist fällig am 01.10.2017

Anlage der Mietkaution

Möglichkeiten der Anlage

Wie können Mieter und Vermieter die Mietkaution anlegen? Die Anlage auf einem herkömmlichen Mietkautionskonto ist nicht die einzige Möglichkeit. So können sich die Mietparteien grundsätzlich frei über die Form der Geldanlage verständigen. Wichtig: akzeptieren muss der Vermieter laut Gesetz jedoch nur das Sparbuch. Höher verzinsliche Anlagen haben jedoch nicht nur für den Mieter sondern auch für den Hausherrn Vorteile. Denn durch die Kapitalmehrung aufgrund der Zinsen erhöht sich auch die Sicherheit. Die Möglichkeiten im Überblick:

Barkaution

Der Mieter übergibt seinem Vermieter die Mietkaution in bar. Daher der Begriff Barkaution. Jedoch darf der Hausherr das Bargeld nicht in einer Spardose aufbewahren, oder auf sein eigenes Girokonto einzahlen. Er ist verpflichtet, es sicher und getrennt von seinem übrigen Vermögen anzulegen und zu verwalten. Eine Möglichkeit der Anlage ist das Sparkonto.

Sparkonto

Für die Anlage der Mietkaution auf einem Sparkonto gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Zum genauen Ablauf lesen Sie bitte unseren ausführlichen Beitrag zum Mietkautionskonto. Dort finden Sie auch eine Auflistung diverser Anbieter für Sparkonten.

  • 1. Der Mieter eröffnet ein Konto auf seinen Namen, und zahlt das Geld dort ein. Die Spareinlage wird an den Vermieter verpfändet. Das Sparbuch wird dem Vermieter anschließend ausgehändigt. Durch die Verpfändung hat der Mieter – so lange der Mietvertrag läuft – keinen Zugriff auf das Geld. So ist der Vermieter im Falle von Mietschulden oder Schäden abgesichert.
  • 2. Der Vermieter eröffnet das Konto direkt auf seinen Namen. Er hat das Geld während der Mietdauer auf einem separaten Konto getrennt vom seinem übrigen Vermögen anzulegen und zu verwalten. Man spricht deshalb von einer Treuhandanlage.

Tagesgeld

Aufgrund der besseren Verzinsung ist die Anlage auf einem Tagesgeldkonto für Mieter attraktiver als auf einem Sparbuch. Tagesgeld ist flexibel, da jederzeit über das Geld verfügt werden kann. Auch Kündigungsfristen gibt es nicht. Der Nachteil: die meisten Banken bieten keine Möglichkeit, das Guthaben zugunsten des Vermieters zu verpfänden. Hierdurch ist der eigentliche Sicherungszweck nicht gewährleistet, da im Schadensfall keine direkte Zugriffsmöglichkeit für den Hausherrn besteht. Auf den Namen des Vermieters darf das Konto hingegen nur laufen, wenn es als Treuhandkonto geführt wird. Auch dies scheitert häufig an den Geschäftsbedingungen der Bank.

Festgeld

Der Unterschied zu Tagesgeld besteht darin, dass das Geld für einen bestimmten Zeitraum, z.B. 12 Monate fest angelegt wird. Wer darüber verfügen möchte, kann dies frühestens zum Ende der Laufzeit. In diesem Fall also nach einem Jahr. Ein Festgeldkonto ist für die Mietkaution deshalb nur bedingt geeignet. Auch die spätere Auszahlung der Kautionssumme an den Mieter kann sich durch die feste Laufzeit verzögern. Für längerfristige Mietverhältnisse kann Festgeld hingegen eine interessante Alternative zum Sparkonto sein. Großer Vorteil: die Rendite liegt noch etwas oberhalb der von Tagesgeld, siehe folgende Tabelle:

Depot

Bei der Anlage auf einem Depot werden mit dem Kautionsgeld je nach Ausgestaltung Aktien, Fonds oder festverzinsliche Wertpapiere erworben. Die Rendite ist mit 3-4 Prozent durchaus attraktiv. Bei dieser Form der Anlage besteht jedoch das Risiko, dass eine negative Wertentwicklung das Kapital aufzehrt, und somit im Schadensfall für den Wohnungseigentümer nicht mehr zur Verfügung steht.

Zinsen

Das Wichtigste gleich vorweg: die Zinsen aus der Mietkaution gehören immer dem Mieter. Das gilt auch dann, wenn das angelegte Konto auf den Namen des Vermieters läuft. Mieter haben grundsätzlich immer einen Anspruch auf Verzinsung der angelegten Summe. Dem Hausherrn ist es nicht gestattet, das Geld während der Mietdauer unverzinst z.B. in einer Spardose aufzubewahren. Die Anlage wird – insofern nichts anderes vereinbart wurde – zum üblichen Zinssatz für Spareinlagen verzinst. Die Höhe des marktüblichen Zins variiert je nach Situation auf den Zinsmärkten. Derzeit (Stand August 2017) sind etwa zwischen 0,01% und 0,2% üblich. Hierbei handelt es sich um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestverzinsung. Die tatsächliche Höhe der Verzinsung richtet sich jedoch nach der gewählten Anlageform. Zinsen aus Geldanlagen sind grundsätzlich steuerpflichtig. Der Kontoinhaber kann jedoch bei seiner Bank einen Freistellungsauftrag einreichen, um sich von der Steuerpflicht zu befreien. Wird das Kautionskonto aufgelöst, hat der Mieter auch einen Anspruch auf Auszahlung der Zinsen.

Finanzierung

Wer im Moment des Umzugs nicht flüssig ist, kann die Mietkaution finanzieren. Welche Lösung am besten geeignet ist, richtet sich nach der jeweiligen Situation des Mieters. Entscheidend für die Wahl der Finanzierungsart ist die benötigte Summe, die eigene Bonität, die Zinskosten sowie der Zeitraum der Rückzahlung. Wir beschreiben die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten, siehe Auflistung unten.

Finanzierung
Vorteile
Nachteile
  • schnelle Verfügbarkeit
  • hohe Zinsen
  • bei guter Bonität attraktive Konditionen
  • bei schlechter Bonität hohe Zinsen
  • mehrtägige Bearbeitungszeit durch Bank
  • keine Einmalzahlung notwendig
  • keine Zinskosten
  • hohe finanzielle Belastung der Haushaltskasse über drei Monate
  • mehr finanzielle Freiheit – Ersparnisse bleiben mein Mieter
  • geringe Kosten ab 3,5% Zinsen pro Jahr (siehe Kosten der Anbieter im Vergleich)
  • jederzeit kündbar
  • nicht alle Vermieter akzeptieren die Bürgschaft
  • Dispokredit

    Der Dispokredit ist eine praktische Liquiditätsreserve auf dem Girokonto, wenn mal kein Guthaben vorhanden ist. Er ist sehr flexibel, da ein Zugriff auf das Geld ohne Formalitäten mit der Bank möglich ist. Die Zinsen sind jedoch mit durchschnittlich 10 Prozent sehr hoch. Diese Finanzierungsart rechnet sich nur, wenn die Kontoüberziehung sehr kurzfristig ist, also innerhalb weniger Tage wieder ausgeglichen werden kann.

    Ratenzahlung

    Zwar ist der Wohnungsinhaber grundsätzlich schon zu Beginn des Mietvertrags zur Zahlung der Mietkaution verpflichtet. Er muss sie jedoch nicht in einer Summe zahlen, sondern kann das Geld auch in drei gleichen monatlichen Raten erbringen, siehe Zeitpunkt der Zahlungen. Vermieter sind zwar nicht verpflichtet, auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Sie müssen jedoch auf Antrag des Mieters der Splittung in drei Teilbeträge zustimmen. Die Zahlung in Raten verursacht zwar keine Zinskosten, belastet jedoch die Haushaltskasse in den ersten drei Monaten nach dem Umzug.

    Klassischer Kredit

    Ein klassischer Mietkautionskredit bietet gegenüber den anderen Optionen lediglich dann Vorteile, wenn die Zinsen niedrig sind. Der Antragsteller erhält von seiner Bank nur bei entsprechender Bonität günstige Konditionen.

    Mietkautionsbürgschaft

    Anstelle der Bargeldzahlung können Mieter ihrem Vermieter eine Mietkautionsbürgschaft überreichen. Kommt es zum Schaden, zahlt der Bürge. Wie bei einer Versicherung muss der Mieter einen jährlichen Beitrag zahlen. Bürgschaften sind bei Banken (Bankbürgschaft-Mietkaution) und Versicherungen (Kautionsversicherung) erhältlich. Diese Kautionsform bietet für beide Mietparteien Vorteile. Mieter schonen ihre Ersparnisse beim Umzug, Vermieter sparen den Verwaltungsaufwand. Sie erhalten zudem nur Mietinteressenten bei denen die Bonität geprüft wurde

    Höhe Kaution eintragen

    Mietkaution im Schadensfall

    Wann darf der Vermieter die Mietkaution einbehalten

    Bei Mietrückständen oder Beschädigungen der Mietsache kann der Vermieter die Zahlung der ausstehenden Beträge oder die Reparatur der Schäden vom Mieter verlangen. Bei entstandenen Schäden muss jedoch zunächst zwischen normalen Abnutzungsspuren und wirklichen Beschädigungen unterschieden werden. Während normale Abnutzungserscheinungen mit der Miete abgegolten sind, müssen tatsächliche Schäden am Mietobjekt vom Mieter beseitigt werden. Kommt der Mieter der Aufforderung zur Schadensbehebung nicht nach, kann der Wohnungseigentümer die Reparaturen in Eigenregie durchführen, und die entstandenen Kosten mit der hinterlegten Mietkaution verrechnen. Ein verbleibender Differenzbetrag wird später an den Mieter ausgezahlt.

    Ausführliche Infos zu Schaden, Einbehalt und Rückzahlung der Mietkaution.

    Rückzahlung

    Wann bekomme ich als Mieter mein Geld zurück? Sobald das Mietverhältnis endet, stellt sich gewöhnlich die Frage nach der Rückzahlung (dort ausführliche Infos). Der Anspruch des Mieters entsteht jedoch nicht automatisch mit dem Auszugstermin. Der Vermieter ist erst dann zur Herausgabe verpflichtet, wenn alle Forderungen aus dem Mietvertrag erfüllt sind. In diesem Fall muss er die Kautionssumme incl. der angefallenen Zinsen an den Mieter auszahlen. Wurde eine Bürgschaft hinterlegt, erfolgt die Kündigung des Vertrags durch Rückgabe der Bürgschaftsurkunde durch den Vermieter an die Versicherung oder Bank.

    26 Gedanken zu „Mietkaution – alle Regeln und Vorschriften“
    1. Ich hatte meine angemietete Wohnung unberechtigterweise untervermietet und die fristlose Kündigung erhalten. Der Vermieter möchte meine Kaution einbehalten, obwohl ich das Beseitigen der Mängel angeboten habe. Kann ich darauf bestehn? Es bestehen keinerlei Mietschulden.

      1. Sehr geehrte Frau Preiss,

        gerne werde ich Ihre Frage beantworten. Grundsätzlich muss Ihnen der Vermieter die Möglichkeit geben, den Schaden selbst zu beheben. Der Hausherr darf von Ihnen hierbei eine fachgerechte Vorgehensweise verlangen. Sie können dies bei entsprechenden handwerklichen Kenntnissen selbst erledigen, oder dies andernfalls durch Fachpersonal ausführen lassen. Der Vermieter darf die Mietkaution erst dann heranziehen, wenn beide genannten Möglichkeiten nicht in Frage kommen, oder die Arbeiten nicht fachgerecht durchgeführt wurden. Die fristlose Kündigung ändert an dem Sachverhalt – soweit mir bekannt ist – nichts.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

      1. Hallo Görl,

        du kannst dem Vermieter anbieten, die Mietschulden mit der Kaution zu verrechnen. Das sollte kein Problem sein.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    2. Hallo,

      der Vermieter hat versucht mein Kautionssparbuch aufzulösen und die Absicht die gesamte Mietkaution einzubehalten ohne Grund. Die Wohnungsabnahme wurde vermerkt mit :,,ohne Mängel übergeben“ Dürfen die das dann so einfach?

      MfG

      1. Sehr geehrte Frau Kesselbach,

        sprechen Sie zunächst unbedingt mit Ihrem Vermieter, um den genauen Grund für den Einbehalt zu erfahren. Nageln Sie den Vermieter auf eine konkrete Antwort fest. Lassen Sie sich nicht abwimmeln. Bezüglich der Wohnung – die nachweislich mängelfrei übergeben wurde – hat der Hausherr schon mal keinen Grund, die Kaution einzubehalten. Als möglichen weiteren Grund für einen Einbehalt bleiben noch Mietrückstände sowie die Nebenkosten. Bei den Nebenkosten verhält es sich so, dass der Vermieter einen angemessenen Teil der Kautionssumme bis zur endgültigen Abrechnung durch den Energieversorger zurück behalten darf. Der übrige Betrag, der nicht für die Betriebskosten benötigt wird, ist allerdings schon vorher an den Mieter auszuzahlen. Sie haben also im Moment ein Recht auf eine teilweise Auszahlung der Kaution. Ausführliche Infos zur Rückzahlung sowie den Fristen gibt es hier. Wie Sie die Kaution letztlich zurück fordern können, erfahren Sie hier.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    3. Hallo,

      wir haben am 28.02.2017 die Mietwohnung ohne Beanstandung an den Vermieter übergeben, jedoch bis heute die Kaution noch nicht zurück. Wie lange darf sie der Vermieter behalten?

      Vielen Dank

      1. Sehr geehrter Herr van Haeff,

        welchen Grund gibt der Vermieter für den Einbehalt an? Da die Wohnung schon übergeben wurde, bleiben normalerweise nur ausstehende Zahlungen als Argument übrig. Wenn Sie alle Mietzahlungen geleistet haben, kann es es sich normalerweise nur noch um die letzte Nebenkostenabrechnung handeln. Der Vermieter muss Ihnen jedoch den Teilbetrag – der nicht für die Betriebskostenabrechnung benötigt wird – schon vorher auszahlen. Ausführliche Infos zu den Rückzahlungsfristen finden Sie hier.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    4. Guten Tag,

      Im September 1998 zog ich in meine jetzige Wohnung ein. Dabei habe ich eine Mietkaution in Höhe von 3000,00 DM hinterlegt. In bar und gegen Quittung, die ich aufbewahrt habe. Als Ergänzung zu meinem Mietvertrag steht in einem Schreiben von der Postbank, dass die Kaution auf ein Sparbuch mit entsprechender Nummer angelegt wurde. Und dass ich dabei ( „hiermit“ ) eine Vollmacht besitze „zu Lebzeiten und über den Tod hinaus“.

      Nun wollte ich im Februar diesen Jahres vom Vermieter wissen (in schriftlicher Ausführung), zu welcher Höhe meine Zinsen auf das genannte Sparbuch angelaufen seien. Der Vermieter hatte sich vorbehalten, das Sparbuch selbst aufzubewahren. Hierauf kam keine Antwort. Drei Wochen später bin ich zur Postbank gegangen mit meiner Vollmacht, um hier direkt Bescheid zu bekommen über angelaufene Zinsen. Der Postbankangestellte erklärte mir, dass es kein Bankbuch mit dieser Nummer existiert.

      Nach weiterer Recherche teilte er weiter mit, die damalige Kaution von 3000,00 DM sei auf ein normales Girokonto des Vermieters eingezahlt worden. Außerdem sei meine Vollmacht, wie sie formal gehalten sei, nicht gültig! Jetzt habe ich habe 5 mal den Vermieter angeschrieben, bis dato heute. Er wohnt Wand in Wand mit meiner Wohnung sozusagen. Ich bin ihm unten am Hauseingang ein paar mal begegnet. Einziger Kommentar, ich solle es nicht so eilig haben.

      Was mache ich jetzt? Die Wohnung habe ich voll renoviert am Anfang und gepflegt. Laut Mietvertrag bin ich nicht verpflichtet, sie im renovierten Zustand abzugeben! Bald bin ich 80 Jahre alt, und möchte deshalb in einer altersgerechte Wohnung umziehen. Bitte sagen Sie mir bitte, wie ich jetzt vorgehen soll!

      Seien Sie freundlich, Danke!
      Barbara

      1. Hallo Barbara,

        für mich entsteht der Eindruck, dass der Vermieter die Mietkaution zwar damals auf ein Sparbuch eingezahlt, er das Sparbuch jedoch zwischenzeitlich aufgelöst hat. Anschließend hat er das Geld auf sein Girokonto eingezahlt. Wenn sich das tatsächlich so darstellt, wäre das hochgradig illegal. Denn ein Vermieter darf nicht einfach so zwischendurch ein Mietkautionskonto auflösen. Während der Mietvertrag läuft, ist die Mietkaution für den Vermieter tabu. Außer der Mieter verstößt erheblich gegen die Pflichten aus dem Mietvertrag. Das ist bei Ihnen wohl nicht der Fall.

        Sie haben jederzeit das Recht, sich vom Vermieter den Verbleib der Kautionssumme sowie der Zinsen nachweisen zu lassen. Sie haben die Sache ja schon richtig begonnen, indem Sie Ihren Eigentümer schriftlich aufgefordert haben. Schreiben Sie ihn erneut an. Fordern Sie ihn in dem Schreiben auf, den Verbleib des Geldes zu klären. Setzen Sie nur diesmal ein Frist von z.B. zwei Wochen. Erwähnen Sie zudem, dass Sie nach Ablauf der Frist weitere rechtliche Schritte folgen lassen werden. In diesem Fall nehmen sie bitte Kontakt zu einem Mieterverein auf.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    5. Guten Tag,

      Sie schreiben, dass die Mietkaution erst mit Mietbeginn zu zahlen ist.

      Folgende Situation: Wir haben kürzlich unsere Wohnung über eine Maklerin vermittelt bekommen. Die Maklerin sagt nun, dass die Kaution bei Unterschrift fällig wird. Wir sollen den Mietvertrag morgen schon unterschreiben, und 2 Monatsmieten in bar mitbringen. Einziehen können wir jedoch erst zum 01.09, da der alte Mieter noch nicht ausgezogen ist. Angeblich will es der Vermieter und so, und so würde es auch im Mietvertrag stehen. Ist das so erlaubt, wie es die Maklerin und Vermieter behaupten?

      Vielen Dank schon mal für Ihre Mühe

      1. Hallo,

        in der Praxis wird zwar oft so verfahren, dass der Vermieter die Kaution bei der Schlüsselübergabe haben möchte. Die rechtliche Situation ist dennoch wie oben beschrieben. Erst zu Mietbeginn sind Sie tatsächlich zur Zahlung verpflichtet. Das wäre in Ihrem Fall der 01.09.2017. Auch das Recht auf Ratenzahlung bleibt erhalten. Selbst wenn im Mietvertrag etwas anderes steht, oder Vermieter / weitere Personen etwas anderes behaupten. Wenn Sie die Zahlung in Raten vornehmen möchten, sieht das in Ihrem Fall so aus:

        • Abschlussdatum des Mietvertrags: 27.07.2017
        • Mietbeginn ist der 01.09.2017
        • 1. Rate ist fällig am 01.09.2017
        • 2. Rate ist fällig am 01.10.2017
        • 3. Rate ist fällig am 01.11.2017

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Readaktion

    6. Hallo,

      ich wohne jetzt seit 8 Monaten in der Wohnung. Der Vermieter hat beim Einzug eine Mietkaution von mir bekommen, die ich ihm in bar übergeben habe. Leider weiß ich nicht, was er mit dem Geld danach gemacht hat. Also ob er es angelegt hat usw…. Leider hatte ich mich damals bei dem ganzen Umzugsstress auch nicht darum gekümmert…. Inzwischen habe ich ihn jedoch schon zweimal darauf angesprochen mir mitzuteilen wie er das mit der Anlage geregelt hat !! Er gibt mir jedoch keine richtige Antwort, weicht mir eher aus. Da ich es jedoch schon wissen möchte:

      Was kann ich tun?

      1. Hallo,

        zunächst: Der Vermieter ist verpflichtet, das Geld aus der Kaution sicher verzinslich und getrennt von seinem übrigen Vermögen anzulegen. Siehe auch Ausführung hier. Darüber hinaus haben Sie jederzeit gegenüber Ihrem Vermieter ein Auskunftsrecht. Das bedeutet: er muss Ihnen konkret mitteilen, wie und wo er das Geld angelegt hat. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet. Da er bisher nicht reagiert hat: Fordern Sie ihn schriftlich – am besten unter Setzung einer Frist – dazu auf, Ihnen den Verbleib des Geldes mitzuteilen. Lassen Sie sich hierzu bitte unbedingt auch Nachweise vorlegen. Z.b. Unterlagen zum Sparkonto sowie einen Kontoauszug aus dem die Überweisung auf das Konto hervorgeht oder einen Einzahlungsbeleg. Reagiert der Vermieter auch darauf nicht, können Sie rechtlich gegen ihn vorgehen. Suchen Sie sich in diesem Fall bitte Hilfe bei einem Mieterverein.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    7. Vielleicht kann uns hier jemand helfen.

      Zunächst eine Frage: Darf unsere Vermieterin beim Auszug mehr Geld von uns verlangen, als die Kaution die wir bezahlt haben? Folgende Situation: wir haben damals beim Einzug vor 11 Jahren 800 Euro an sie bezahlt. Jetzt sagt sie, dass die Renovierungen deutlich mehr kosten und damit den Betrag übersteigen. Sie möchte das Geld komplett einbehalten, und den Restbetrag von uns auch noch bezahlt haben. Darf die Vermieterin das? Ist es nicht so, dass die Mietkaution immer auf drei Monatsmieten begrenzt ist?

      1. Hallo,

        die Mietkaution ist zwar wie Sie schon richtig vermuten auf drei Monatsmieten begrenzt. Die Vermieterin kann jedoch auch höhere Schadensansprüche geltend machen, wenn diese tatsächlich bestehen. In diesem Fall darf sie mehr Geld von Ihnen fordern, als es die Kaution „hergibt“. Sie müssten jetzt natürlich schauen, welche Renovierungsarbeiten tatsächlich in Ihren Verantwortungsbereich fallen. Oder ob die Vermieterin hier versucht, eigene Kosten auf Sie abzuwälzen. Das nur als abschließenden Tipp.

        Viele Grüße

    8. Ich hätte da mal eine Frage: Unser Vermieter hat uns die Wohnung zum Jahresende gekündigt, da seine Tochter nächstes Jahr in die Wohnung einziehen will. Wir haben aus diesem Jahr noch 2 Monatsmieten offen stehen, die wir nicht zahlen konnten. Können wir den Vermieter fragen, ob er die offenen Mieten mit der Kaution verrechnen kann? Oder müssen wir auf jeden Fall vorher noch nachzahlen?

      Danke schonmal im Voraus

      1. Hallo,

        fragen Sie können Sie Ihren Vermieter im Prinzip alles 🙂 Er kann sich darauf einlassen, muss es jedoch nicht. Mieter dürfen die Mietkaution generell nicht abwohnen. Denn der Vermieter benötigt sie als Sicherheit, wenn beim Auszug in Ihrer Wohnung etwas kaputt geht. Auch muss er noch die restlichen Nebenkosten abrechnen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Ihr Vermieter auf Ihren Vorschlag einlässt.

        Viele Grüße

    9. Hallo,

      wir haben folgendes Problem.

      Mein Freund hat 2013 mit seiner Ex- Frau eine Wohnung bezogen. Die Mietkaution wurde vom JobCenter gestellt, und er musste diese zurückzahlen. Kurz nach Einzug haben die beiden sich getrennt. Mein Freund musste über seine BG Nummer den Kredit selbständig abbezahlen, und sie war aus dem Schneider. Nachweise darüber dass er ganz normal aus dem Mietvertrag gegangen ist ohne dass da Mietschulden waren liegen vor. Das JobCenter hat die Miete direkt an den Vermieter gezahlt. Nachdem die Kaution vollständig an das JobCenter zurückgezahlt wurde, erhielt er ein Schreiben welches besagt, das wenn sie auszieht die Kaution vollständig an Ihn auszuzahlen ist. Ich habe sie dann vor ein paar Monaten getroffen. Sie erzählte mir, dass Sie vorhat die Mietzahlungen vom Jobcenter zum Vermieter zu stoppen, und angeben will das Sie die Miete selber zahlen möchte, da Sie jetzt ausziehen möchte und das Geld für den Umzug bräuchte. Dann wären Ihr die Mietschulden egal. Die könne man ja dann mit der Mietkaution verrechnen. Wie gesagt die Kaution steht laut Schreiben des JobCenters vollständig meinem Freund zu, und das wusste Sie auch. Mein Freund hat dann bei der Mietgesellschaft angerufen und ihnen dieses mitgeteilt. Genauso wie er es dem JobCenter mitgeteilt hat. Es kam von beiden keine Reaktion. Wie wir jetzt erfahren haben, ist sie wohl damit durchgekommen, und jetzt bestehen Mietrückstände. Die Mietgesellschaft sagt jetzt, das eine Auszahlung nicht möglich wäre da das Kautionsgeld jetzt für die Forderung verwendet wird.

      Was kann er da bitte noch machen? Das kann doch nicht angehen, dass Sie vorsätzlich Sozialbetrug begeht. Dass das JobCenter und auch die Mietgesellschaft davon wussten, und nichts unternehmen, und mein Freund jetzt der Gelackmeierte ist. Seit dem 07.05.2015 steht klar fest, dass er die Kaution bekommen muss. Er hat auf Grund der Rückstände auch kein Schreiben von der Mietgesellschaft bekommen.

      Es wäre toll, wenn Sie uns helfen würden. So langsam verzweifel ich nämlich, wenn ich ehrlich bin.

      Lieben Gruß
      Jasmin

      1. Hallo,

        es ist zwar richtig, dass Ihrem Freund von Seiten des Jobcenters die Rückzahlung der Kaution „zusteht“. Aber man muss hier zunächst unterscheiden. Der Mietvertrag wurde von beiden unterschrieben? Also haften beide für die Verbindlichkeiten aus dem Mietvertrag. Zunächst darf die Mietgesellschaft die Kaution einbehalten, da Mietschulden bestehen. Das Jobcenter kann das Geld wiederum nur an Ihren Freund auszahlen, wenn es das Geld von der Wohnungsgesellschaft zurück bekommt. So wie ich das jetzt beurteile, muss sich Ihr Freund an seine Exfreundin wenden, um sein Geld wieder zu bekommen. Fall Sie nicht klarkommen, suchen Sie sich am besten Hilfe beim Mieterverein oder einem Fachanwalt.

        Viele Grüße

    10. Guten Abend,

      wir sind aus unserer Mietwohnung nach einem Jahr wieder ausgezogen. Nun moniert die Vermieterin, das bei dem 20 Jahren alten Herd die Tür kaputt sei. Nun kauft sie für 700€ einen neuen Herd, der Kaufpreis soll von unserer Kaution abzogen werden. Ein Elektriker hat und schriftlich bestätigt, dass die Türhalterung altersbedingt weggerostet ist. Die Firma Neff hat uns schriftlich bestätigt, dass es für so alte Modelle keine Ersatzteile mehr gibt.

      Nun meine Frage: muß ich den neuen Herd bezahlen?

      Vielen Dank

      1. Hallo,

        ganz klar nein. Sie haben in dem Sinne nichts kaputt gemacht. Es handelt sich um ganz normalen Verschleiß. Scheinbar versucht die Vermieterin, auf Ihre Kosten das Geld für die Neuanschaffung zu sparen.

        Viele Grüße

    11. Hallo,

      meine ehemalige Vermieterin hat mir mein Übergabeprotokoll nicht ausgehändigt. Sie wollte Dinge zusätzlich hinzufügen, welche ich nicht bereit war zu unterzeichnen. Die Mängel wurden ein bis zwei Wochen nach der Ein-Auszugsübergabe angeprangert. Meine Mietkaution hat sie ebenfalls nicht zurückgezahlt. Jetzt, 7 Monate nach Auszug, schickte sie mir eine Betriebskostenabrechnung, bei der noch ein Betrag von 118€ zu begleichen wäre. Ich war der Meinung, die Mietkaution müsse diese Beträge mit deckeln, falls nach dem Mietverhältnis weitere Kosten vorhanden sind. Liege ich mit dieser Annahme richtig? Ich habe gestern diese Abrechnung erhalten (1.1.2016-31.12.2016) mit dem Ausstellungsdatum vom 21.4.2017. Ich bin am 15.4.2017 ausgezogen. Kann ich mich auf irgendwelche Paragraphen stützen?

      Ich möchte mit dieser Frau nichts mehr zu tun haben… Mein Vormieter hat mir in einem späteren Gespräch schon erzählt, dass sie versuchte seine Kaution zu drücken. Ich habe ihn ebenfalls versucht zu kontaktieren, er lehnt den Kontakt jedoch ab.

      Danke für jede Hilfe!
      Julia

      1. Hallo,

        Ihre Vermieterin ist berechtigt, Schäden in der Wohnung genauer zu überprüfen. Das kann Sie im Rahmen einer Prüfungs- und Überlegungsfrist tun, welche bis zu sechs Monaten dauern darf. Die Übergabe der Wohnung ist solange nicht erfolgt, wie sich die Vermieterin Zeit für die Überprüfung nimmt. Inwiefern Ihre Vermieterin die Mängel / Schäden zu Recht beanstandet, kann ich von hier aus nicht beurteilen. Die letzte Betriebskostenabrechnung muss ein Vermieter bis zu 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums des Energieversorgers stellen. Eine Verrechnung der Betriebskosten mit der Mietkaution ist zulässig. Ein Vermieter darf den Teil der Kaution, welcher für die abschließende Betriebskostenabrechnung benötigt wird, bis dahin einbehalten.

        Viele Grüße

    12. Hallo zusammen,

      meine Familie und ich werden umziehen. Außer der Nebenkostenendabrechnung werden keine weiteren Kosten auf uns zukommen. Zweimal bis dato haben wir in anderen Mietverhältnissen nach Mietende trotz gleicher Situation unsere Mietkaution nicht zurückerhalten. Die jeweilig möglichen Klagen blieben unsererseits aus. Nicht wegen Aussichtslosigkeit, sondern weil wir als Altenpfleger zu viel verdienen, um Prozesskostenbeihilfe zu beantragen. Aber wiederum zu wenig um den Klageweg auf unsere Kosten zu bestreiten. Darf ich die Kaution der letzten Monate der Kündigungsfrist jeweils in Kaltmietenhöhe einhalten? Zumindest teilweise?

      1. Hallo,

        machen Sie das bitte in keinem Fall!! Die Mietkaution abwohnen ist rechtlich unzulässig. Der Vermieter könnte Sie unmittelbar auf Herausgabe des Geldes verklagen. Sie müssten mit weiteren Kosten wie z.B. für Anwälte, Gericht usw. rechnen. Gehen Sie bitte zum örtlichen Mieterverein, und lassen Sie sich dort gegen eine geringe Gebühr beraten.

        Viel Erfolg!

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