Mietkautionskonto

Ohne eine Mietkaution bekommt man als Mieter heutzutage oftmals keine Wohnung. Denn sie dient dem Vermieter als Sicherheit z.B. bei nicht gezahlten Mieten und Nebenkosten sowie verursachten Schäden. Während der Dauer des Mietverhältnisses wird das Geld auf einem gesonderten Konto angelegt. Oft fallen hierfür Kosten an, die vom Inhaber zu tragen sind. Das gilt jedoch nicht immer: Wir verraten, wo Sie ein Mietkautionskonto noch kostenlos eröffnen können, wie es funktioniert, und worauf Sie achten sollten.

Was ist ein Mietkautionskonto

Zinsen und Gebühren im Vergleich

Das Sparbuch ist immer noch die am meisten genutzte Variante zur Anlage der Kaution. Doch für Mieter lohnt sich die Sache meist nicht. Dafür sorgen neben niedrigen Zinsen auch noch Gebühren für die Eröffnung. Doch nicht überall wird man zur Kasse gebeten. Wir haben für Sie recherchiert, und die Konditionen einiger bekannter Mietkautionskonten in Erfahrung gebracht, siehe Möglichkeit zum Vergleich in der folgenden Tabelle (Stand Juli 2020). Oft lässt sich das Konto direkt online eröffnen, sodass der Weg zur Bank gar nicht notwendig ist.

Anbieter
Zinsen + Infos
Kontoart
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DKB

Logo der Deutschen Kreditbank

Zinsen + Infos
  • Guthabenzinsen: 0,10%
  • Gebühren: 0,00 Euro
  • verpfändbar: ja
  • online eröffnen: ja
  • Kontoart
    attraktive Giro-/ Sparkonto-Kombination

    Volkswagenbank

    Logo der Volkswagenbank

    Zinsen + Infos
  • Guthabenzinsen: 0,10%
  • Eröffnung auf den Vermieter
  • Gebühren für Eröffnung: 15 Euro
  • online beantragen: ja
  • Kontoart
    Giro-/ Tagesgeld-Kombination

    Deutsche Bank

    Logo der Deutschen Bank

    Zinsen + Infos
  • Guthabenzinsen: 0,01%
  • Kosten: 0,00 Euro
  • verpfändbar: auf Anfrage
  • online eröffnen: ja
  • Kontoart
    Online-Sparbuch

    Commerzbank

    Logo der Commerzbank

    Zinsen + Infos
  • Guthabenzinsen: 0,01%
  • Kosten: 0,00 Euro
  • verpfändbar: auf Anfrage
  • online beantragen: nein
  • Kontoart
    Sparkonto

    Postbank

    Logo der Postbank

    Zinsen + Infos
  • Guthabenzinsen: 0,01%
  • Gebühren: für Postbank-Kunden einmalig 20 Euro, für Nichtkunden 30 Euro (war früher kostenlos, wurde kürzlich geändert!!)
  • verpfändbar: ja
  • online eröffnen: ja
  • Kontoart
    Online-Sparbuch

    Targobank

    Logo der Targobank

    Zinsen + Infos
  • Guthabenzinsen: 0,01%
  • Gebühren: einmalig 15 Euro
  • verpfändbar: auf Anfrage
  • online beantragen: nein
  • Kontoart
    Online-Sparbuch
    Über weitere Angebote und Vorschläge – vorzugsweise Online-Angebote – sind wir sehr dankbar, und werden diese mit in die Liste aufnehmen. Sie können Ihren Vorschlag gerne als Kommentar hinterlassen.

    Was ist ein Mietkautionskonto und wie funktioniert es?

    Der Begriff „Mietkautionskonto“ wird häufig als Oberbegriff für die unterschiedlichen Möglichkeiten der „Deponierung“ einer Kaution für eine Mietwohnung verwendet. Man unterscheidet hierbei zwischen der gesetzlichen Anlage nach §551 BGB sowie zwischen den Mietparteien frei vereinbarten Anlageformen. Standardmäßig handelt es sich um ein Sparkonto bei der Bank, auf dem das Geld während der Mietdauer angelegt wird. Die Anlage muss sicher vor einem Verlust durch die Bank sowie vor einer Insolvenz des Vermieters erfolgen. Das bedeutet: Der Vermieter hat die Mietkaution auf einem separaten Konto getrennt von seinem übrigen Vermögen anzulegen. Das Geld ist während der Mietdauer zu verzinsen. Nur bei verbleibenden Ansprüchen aus dem Mietverhältnis darf der Hausherr darauf zugreifen. Beispiele hierfür sind hinterlassene Schäden in der Wohnung sowie offene Mietzahlungen und Nebenkosten. Das Geld aus der Mietkaution gehört immer dem Mieter, auch wenn in der Praxis häufig Vermieter das Kautionskonto anlegen. Deshalb stehen auch die aufgelaufenen Zinsen aus der Anlage immer dem Mieter zu. Nach Beendigung des Mietverhältnisses muss der Vermieter die Rückzahlung inklusive der Zinsen an den Mieter vornehmen.

    Wer kann ein Mietkautionskonto eröffnen, und wie geht das?

    Das Mietkautionskonto kann sowohl vom Vermieter als auch vom Mieter eröffnet werden. Wer für die Eröffnung zuständig ist, hängt von der Art der Anlage ab, und welche Vereinbarung die Mietparteien darüber treffen. Traditionell erfolgt die Hinterlegung auf einem Sparbuch. Es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten. Bei der Eröffnung muss sich der Antragsteller in der Regel bei seiner Bank ausweisen. Hierfür wird eine Identitätsprüfung über den Personalausweis oder Reisepass vorgenommen.

    Eröffnung auf Vermieter

    Laut Deutschem Mieterbund ist die Barkaution die häufigste Form der Mietsicherheit. Hierbei überreicht der Mieter die Kaution in bar. Der Vermieter geht damit zu seiner Bank, und legt das Geld auf einem dafür vorgesehenen Konto an. Wie weiter oben schon beschrieben, darf die Anlage nur zu diesem Zweck und separat vom übrigen Vermögen als Treuhandkonto erfolgen. Auf Nachfrage muss der Vermieter dem Mieter jederzeit mitzuteilen, bei welcher Bank, auf welchem Konto, und zu welchem Zinssatz die Mietkaution angelegt wurde. Eine steuerliche Befreiung der erwirtschafteten Zinsen ist in diesem Fall für den Mieter nicht möglich, da der Wohnungsgeber Kontoinhaber ist.

    Eröffnung auf Mieter

    In den meisten Fällen kümmert sich der Vermieter um die Anlage. Jedoch kann auch der Mieter das Mietkautionskonto eröffnen. Damit das eingezahlte Geld vor einem mißbräuchlichen Zugriff von beiden Seiten geschützt ist, und nur dem Zweck der Sicherheit dient, wird das Konto zugunsten des Vermieters verpfändet. Hierfür muss der Mieter der Bank die Verpfändung „anzeigen“ In der Praxis geschieht dies dadurch, dass beide Mietparteien auf einer Urkunde unterschreiben. Für die Wirksamkeit einer Verpfändung ist es egal, wer das Sparkonto während der Mietzeit aufbewahrt. In der Praxis erfolgt jedoch immer eine Übergabe an den Vermieter. Anstelle der Verpfändung oder auch als zusätzliche Sicherheit kann die Bank einen sogenannten Sperrvermerk eingetragen. Hierdurch können beide Mietparteien im Schadensfall nur gemeinsam über die Mietkaution verfügen.

    Was kostet ein Mietkautionskonto, und wer trägt die Kosten?

    Die meisten Mieter oder Vermieter die ein Kautionskonto einrichten möchten, wenden sich dafür zunächst an ihre Hausbank. Möglichkeiten hierfür gibt es z.B. bei so ziemlich jeder Sparkasse oder Volksbank. Hierbei kommt regelmäßig die Frage auf: „Wer zahlt eigentlich dafür?“ Die einfache Antwortet lautet: Immer derjenige der das Konto auf seinen Namen anlegt, trägt die Gebühren. „Auch die Frage: Was kostet ein Konto für die Mietkaution?“, erhalten wir häufig. Je nach gewählter Bank werden einmalig bei Eröffnung zwischen 0 und 30 Euro fällig. Einige Kreditinstitute verlangen auch weitere laufende jährliche Kosten für die Kontoführung, was jedoch eher selten ist.

    Wo gibt es ein Mietkautionskonto kostenlos?

    Es gibt einige Banken, die auch im Jahr 2020 noch ein kostenloses Mietkautionskonto anbieten. Bei einigen Anbietern ist es notwendig, dass der Kontoinhaber bereits zum Kundenstamm zählt, und zumindest ein Girokonto hat. Andere wiederum bieten diese Möglichkeit auch für Neukunden ohne Gebühren an. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass die Kontoführung dauerhaft kostenlos ist. Denn die meisten Mietverhältnisse laufen viele Jahre, wodurch sich die Gebühren summieren können. Folgende Banken bieten beispielsweise ein dauerhaft gebührenfreies Kautionskonto an:

    • Deutsche Kreditbank AG, kurz DKB
    • Deutsche Bank
    • Commerzbank

    Im Internet lässt sich oftmals eine seriöse Online-Bank finden, die keine Gebühren verlangt, siehe z.B. folgende Tabelle zum Vergleich oben. Aufgepasst: Die Konditionen können sich kurzfristig ändern. Ein gutes Beispiel ist die Postbank, wo das Sparbuch bisher gebührenfrei war. Seit 2020 werden für Neukunden 30 Euro fällig. Bestandskunden zahlen immerhin „nur“ 20 Euro.

    Vorteile und Nachteile für Mieter und Vermieter

    Es gibt sowohl Vorteile als auch Nachteile. Sofern das Geld entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen angelegt wurde, handelt es sich um eine sichere Angelegenheit. Im Schadensfall hat der Vermieter Zugriff, und kann die Kaution mit seinen Forderungen verrechnen. Vor einer Insolvenz des Eigentümers schützt die Anlage als Treuhandkonto. Bei einer Pleite der Bank greift die gesetzliche Einlagensicherung. Dagegen steht die relativ aufwendige Handhabung, da der Hausherr meist mehrere Konten verwalten und abrechnen muss. Die Eröffnung ist oft mit Kosten verbunden, die vom Kontoinhaber zu tragen sind. Gleichzeitig ist die Verzinsung sehr niedrig. In Verbindung mit der Inflation sinkt der Wert der Anlage damit sogar. Für Mieter bietet das klassische Mietkonto kaum Vorteile. Das Geld steht während der kompletten Mietdauer nicht zur Verfügung, und bis zur Auszahlung nach Mietende können mehrere Monate vergehen. Kommt es dagegen nicht zur Inanspruchnahme durch den Vermieter, erhält der Mieter das gesamte Geld inklusive der Zinsen zurück. Eine Übersicht der Vor- und Nachteile bietet die folgende Tabelle:

    Vorteile
    Nachteile und Risiken

    Mieter

    Vorteile
  • Nach Beendigung des Mietverhältnisses erfolgt Auszahlung der Kautionssumme samt Zinsen.
  • insolvenzsichere Anlage, wenn diese gesetzeskonform durchgeführt wurde.
  • kein Verlustrisiko im Falle einer Bankpleite, da Guthaben über die Einlagensicherung abgesichert ist.
  • Nachteile
  • Geld ist während der Mietdauer zu niedrigen Zinsen gebunden.
  • eventuell Gebühren für Eröffnung
  • Finanzierung aus Ersparnissen oder Kredit
  • Rückzahlung erfolgt meist mit zeitlicher Verzögerung.
  • Zinsen sind steuerpflichtig.
  • Vermieter

    Vorteile
  • einfacher Zugriff auf die Mietsicherheit
  • Nachteile
  • separate Verwaltung der Gelder
  • Erstellung von Zins- und Steuerabrechnungen
  • bei Verpfändung und Sperrvermerk nur gemeinsame Verfügung
  • Ist ein Konto für die Mietkaution Pflicht?

    Die Anlage der Kaution auf einem Sparkonto ist üblich und weit verbreitet. Doch wie sieht es eigentlich mit den gesetzlichen Regelungen aus? Ist ein Mietkautionskonto tatsächlich verpflichtend? Und welche Vorschriften müssen Mieter und Vermieter in Bezug auf die Anlage beachten?

    Was steht im Gesetz?

    Die gesetzlichen Vorschriften befinden sich in §551 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Darin steht jedoch nicht, dass eine Mietkaution an sich Pflicht ist. Möchte ein Vermieter selbige vereinbaren, muss er dies vertraglich regeln. Erst mit der Unterschrift des Mieters unter dem Mietvertrag wird die Vereinbarung gültig. Die maximale Höhe darf drei Nettokaltmieten nicht überschreiten. Gemäß §551 BGB Abs. 3. erfolgt die Anlage auf einem Sparkonto, und wird zum üblichen Zinssatz für Spareinlagen verzinst. In diesem Zusammenhang wird häufig eine dreimonatige Kündigungsfrist erwähnt. Damit ist gemeint, dass die Bank eine Verfügung grundsätzlich erst 3 Monate nachdem das Guthaben gekündigt wurde, wünscht. Der Kontoinhaber kann jedoch auch jederzeit sofort Geld abheben. Das Kreditinstitut berechnet dann sogenannte Vorschusszinsen. Das ist ein Abschlag, den die Bank von den ausgezahlten Zinsen vornimmt. Der Vorschusszins beträgt jedoch bei kleinen Geldsummen und / oder einer niedrigen Verzinsung nur ein paar Cent.

    Welche Alternativen gibt es?

    Die Hinterlegung auf einem Mietkautionssparbuch ist nicht alternativlos, sondern lediglich als Mindestanforderung des Gesetzgebers zu verstehen. Die Mietparteien können sich im Prinzip auf jede andere Art der Geldanlage verständigen. Entscheidend hierbei ist, dass sowohl der Mieter als auch der Vermieter mit der Wahl einverstanden sind. Sobald sich jedoch eine der beiden Parteien auf die gesetzliche Regelung beruft, gilt der oben erwähnte §551 BGB Abs. 3, welcher das klassische Sparkonto vorschreibt. Selbstverständlich gibt es Alternativen, bei denen der Mieter von einer besseren Verzinsung profitieren kann. Hierzu gehören z.B. das Tagesgeldkonto, ein Bausparvertrag, oder auch ein Depot mit Fonds oder Aktien. Heutzutage wird die Mietsicherheit auch häufig als Bürgschaft hinterlegt. Bei der sogenannten Mietkautionsbürgschaft wird kein Bargeld übergeben. Stattdessen bürgt eine dritte Partei, wie z.B. eine Bank oder Versicherung bei Mietausfällen oder hinterlassenen Schäden. Der Mieter hat seine Ersparnisse für andere Ausgaben zur Verfügung. Eine Übersicht der Alternativen finden Sie in unserem Ratgeber: Mietkaution anlegen. Dort gibt es auch eine Möglichkeit zum Vergleich verschiedener Anbieter.

    Wann und wie kann ich ein Kautionskonto auflösen?

    Endet das Mietverhältnis, hat der Mieter grundsätzlich einen Anspruch auf Rückzahlung der Mietkaution. Der Vermieter muss das Mietkautionskonto jedoch nicht sofort kündigen. Er darf zunächst bestehende Ansprüche aus dem Mietvertrag prüfen, und seine Forderungen mit der hinterlegten Sicherheit verrechnen. Hierfür hat er bis zu 6 Monate Zeit. Ist bei der abschließenden Nebenkostenabrechnung eine Nachzahlung zu erwarten, darf er einen Restbetrag sogar bis zu 12 Monate einbehalten. Nach der Freigabe kann die Bank das Konto auflösen, und die Auszahlung an den Mieter vornehmen.

    Was muss ich zum Thema Steuern wissen?

    Zinsen aus Geldanlagen unterliegen grundsätzlich der Abgeltungssteuer. Das gilt auch für die Mietkaution. Der angelegte Betrag ist pauschal mit 25 Prozent zu versteuern. Hinzu kommt noch der Solidaritätszuschlag, der jedoch 2021 abgeschafft werden soll. Wer Mitglied in der Kirche ist, muss zudem noch Kirchensteuer abführen. Die komplette Steuerbelastung beträgt in dem Fall ca. 28 Prozent. Da das angelegte Geld dem Mieter gehört, muss dieser auch die Steuern zahlen. Hat der Mieter das Konto auf seinen Namen angelegt, kann er seiner Bank einen Freistellungsauftrag einreichen, um keine Steuern zahlen zu müssen. Ist der Vermieter Kontoinhaber, ist keine Freistellung möglich. Der Hausherr muss jedoch eine Steuerbescheinigung ausstellen. Damit kann der Mieter die abgeführten Beträge über seine Steuererklärung zurückholen.

    32 Gedanken zu „Mietkautionskonto“
    1. Informative Veröffentlichung !

      Dennoch: es fehlt die Beantwortung der sich sofort stellenden Frage im Abschnitt
      > Gebühren für das Mietkautionskonto. WER trägt diese Gebühren, die die Zinsen um ein Vielfaches übersteigen ?

      1. Sehr geehrter Herr Schmidt-Stafford,

        gerne beantworte ich Ihre Frage. Für die Gebühren kommt immer der Kontoinhaber auf. Eröffnet der Mieter das Konto, muss dieser als Vertragsinhaber die Kosten übernehmen. Entsprechend zahlt der Vermieter die Gebühr, wenn das Konto auf seinen Namen läuft. Dass die Kostensituation bei den wenigen Zinsen unbefriedigend ausfällt, ist nachvollziehbar. Es wäre natürlich empfehlenswert, auf ein kostenloses Angebot zurück zu greifen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    2. Hallo,

      zunächst mal vielen Dank für eure tolle Recherche.

      Jetzt kann man bei euch auch die Idee mit dem Tagesgeldkonto für die Mietkaution nachlesen. Allerdings kann man an der Tagesgeld-Vergleichstabelle nicht erkennen, welche Bank das mit der Verpfändung auch tatsächlich macht. Erfahrungsgemäß scheitert es daran, weil viele Banken da nicht mitziehen. Habe ihr einen konkreten Tipp wo das tatsächlich geht? Kann man so ein Mietkautionskonto online abschließen? Ich habe nämlich keine Hausbank, da ich alles über das Internet mache.

      Danke und MfG
      H. Jentsch

      1. Sehr geehrte(r) Herr oder Frau Jentsch,

        wir haben Ihr Kommentar zum Anlass genommen, uns nochmal auf die Suche zu machen. Zugegeben – es ist gar nicht so einfach, da etwas zu finden. Aber letztlich hat es geklappt. Ein Tagesgeldkonto zum Verpfänden für die Mietkaution bietet die Volkswagenbank an. Aktueller Zinssatz 0,4 Prozent (Stand Februar 2017) Wir haben es unserer Tabelle hinzugefügt. Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken: Man muss Kunde bei der VW-Bank werden, also auch ein Girokonto eröffnen.

        Wenn jemand noch eine weitere Bank kennt, sind wir über jeden Hinweis dankbar. Wir werden das dann umgehend als weitere Möglichkeit auflisten.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    3. Sehr geehrte Redaktion,

      lt. § 551 BGB ist der Vermieter verpflichtet, meine Kaution mit 3-monatiger Kündigungsfrist und den üblichen Zinssatz anzulegen? Meine Kaution beträgt 2450,00 Euro und läuft ab 19. Juli 2011 bis 17. Febr. 2017. Der Vermieter will mir 28,83 Euro Zinsen zahlen. Entspricht das dem geforderten Zinssatz? Wie verhalte ich mich, wenn diese Summe zu gering ist? Habe ich die Möglichkeit, den Vermieter zu verklagen?

      Danke

      1. Hallo Rainer,

        Sie müssten zunächst in Erfahrung bringen, wie hoch die Zinsen bei genau dieser Bank im genannten Zeitraum waren. Ob die Zinsberechnung korrekt ist, lässt sich dann erst beurteilen. So etwas wie einen Orientierungs-/ Referenzzins gibt es nicht, da jede Bank individuell verzinst. Nur so viel: Ihr Sparguthaben wurde in diesem Zeitraum mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,21 Prozent pro Jahr vergütet. Im Jahr 2011 waren die Zinssätze deutlich höher als 0,21 Prozent, im Jahr 2017 liegen sie jedoch darunter bzw. nahe 0. Gerade in den letzten zwei Jahren sind viele kleinere Banken und Sparkassen leider dazu übergegangen, ihren Kunden auf dem Sparbuch gar keine Zinsen mehr zu gewähren.

        Wenn die Summe tatsächlich zu niedrig ist, sollten Sie es eher im Dialog mit Ihrem Vermieter versuchen anstatt zu klagen. Denn selbst wenn er sich vertan hat, handelt es allenfalls um eine Summe im niedrigen zweistelligen Bereich.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    4. Problemstellung: 2011 bezog meine Lebensgefährtin eine neue Wohnung, und hinterlegte bei der örtlichen Bank die geforderte Kaution in Höhe von 500 €. Ob damals eine Gebühr gefordert und bezahlt wurde, lässt sich momentan nicht klären und ist nebensächlich. 2014 erhielt sie einen Kontoauszug über den Kontostand von 502,48 €, ergo wurden „üppige“ Zinsen gezahlt. Im Juni 2017 gab es einen neuen Kontoauszug. Abzug von 30.00 €, Sperranlagegebühr Mietkonto, neuer Bestand 472,66. (Interessant die ‚Cents!). Frage: ist zum jetzigen Zeitpunkt – also nach sechs Jahren- eine solche Gebühr legitim ?

      Freundliche Grüße, Helmer Koch.

      1. Hallo,

        ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht genau weiß, inwiefern, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt solche Gebühren zulässig sind. Mit hoher Wahrscheinlich unzulässig ist es jedoch, wenn sich hierdurch die Sicherheit die der Vermieter im Schadensfall erhalten würde, reduziert. In diesem Fall wäre der eigentlich mit dem Vermieter vereinbarte Betrag in Höhe von 500 Euro durch Abzug der Gebühr unterschritten.

        Mit freundlichen Grüßen
        Die Redaktion

    5. Hallo,

      bitte einmal die GIRO-Kontopflicht bei VW oben als „Negativum“ mit aufführen. Das erspart einen Anruf, wenn man die Kommentare nicht studiert.

      Danke

    6. Hallo Redaktion,

      die Mietkaution ist leider unsere einzige „Kapitalanlage“, die auch noch bei der Steuererklärung mit einem Betrag kleiner 1 Euro überhaupt angegeben wird. Muss dieser Betrag nur von einem der Ehepartner angegeben werden, oder von beiden mit z.B. der Hälfte?

      Danke und viele Grüße
      Andreas M.

      1. Hallo,

        wenn das Mietkautionskonto auf Sie beide läuft, funktioniert es wie folgt: Jeder Partner muss seine eigene Anlage KAP ausfüllen. Der Betrag wird entsprechend 50 / 50 auf beide Eheleute aufgeteilt. Sie schreiben aber nun, dass die Kaution Ihre einzige Kapitalanlage darstellt. Das bedeutet, dass Sie den gesetzlichen Sparerpauschbetrag noch nicht ausgenutzt haben. Demnach können Sie einen Freibetrag in Höhe von 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Ehepaare geltend machen. Sie können demnach die Zinsen steuerfrei vereinnahmen, und müssen in Ihrer Steuererklärung auch nichts angeben.

        Viele Grüße

    7. Hallo,

      erstmal ein großes Danke an Sie für die Recherche und die tolle Möglichkeit zum direkten Vergleich. Sie haben uns damit viel weitere Arbeit und Zeit erspart. Nachdem wir mit dem Anliegen, ein Kautionskonto für Mieter zu eröffnen bei einigen Banken einfach abgewiesen wurden. Es ist echt eine Schande, wie das heute läuft… Deshalb muss ich das gerade mal eben loswerden….

      Als ich im Februar diesen Jahres umzog, bat mich der Vermieter ein Konto für die Mietkaution zu erstellen, und es ihm anschließend zu übergeben. Ganz normale Sache eigentlich oder?? Dachte ich zumindest… Also bin ich zu unserer Bank. Der Mitarbeiter sagte: „So etwas gibt es bei uns nicht mehr“. Wo ich es den dann abschließen könnte, fragte ich? Die Antwort war mit etwas arrogantem Tonfall: „Das kann ich Ihnen nun wirklich nicht sagen. Da müssen Sie einfach schauen“.

      Dann ging ich zur nahegelegenen Raiffeisenbank, und stellte mein Anliegen erneut: Der Mitarbeiter sagte: „Natürlich haben wir ein Mietkautionskonto. Sind Sie bei uns Kunde?“ Ich verneinte. „Sie müssen aber bei uns Kunde sein, um das Konto eröffnen zu können“.

      Also wieder nichts, und ab zur Sparkasse. Dort antwortete mir der Mitarbeiter auf meine Anfrage. „Ist möglich, aber kostet 25 Euro Gebühr für die Eröffnung“… O.k. dass es nicht kostenlos ist, hatte ich zwar erwartet… Aber gleich 25 Euro?? Das bekommt man doch mit den mickrigen Zinsen nie wieder rein…

      So… nun genug gemeckert… und nochmal ein ganz fettes Danke an Sie. Wir haben jetzt das Kautionskonto von der Postbank genommen, und sind zufrieden, ebenso wie unser Vermieter.

      Viele Grüße, und macht weiter so mit eurer Arbeit!!

      1. Hallo,

        vielen Dank für Ihr angenehmes Feedback. Wenn Ihnen unsere Seite gefällt, empfehlen Sie uns doch bitte weiter, z.B. auch über Facebook oder Instagram.

        Viele Grüße

    8. Das Mietkautionskonto bei der Postbank ist entgegen der obigen Auflistung nicht (mehr) kostenlos. Girokonto-Inhaber zahlen 20 €, ansonsten 30 €.

      1. Hallo,

        vielen Dank für Ihre Anmerkung, wir haben die Änderung entsprechend vorgenommen. Als wir die Konten recherchierten, war gab es hier tatsächlich keine Gebühren. Scheinbar hat es die Postbank in der Zwischenzeit geändert.

        Viele Grüße

    9. Hallo,

      habe eine Frage als Mieterin: worauf kommt es eigentlich genau an, damit das Mietkautionskonto den gesetzlichen Vorschriften entspricht? Wenn ich z.B. ein Konto hätte, was genauso sicher ist, also auch der Einlagensicherung unterliegt… nur halt ein paar Zinsen mehr bringt… Kann ich vom Vermieter verlangen, dass er die Mietkaution darauf anlegt? Oder muss es unbedingt dieses Sparbuch sein?

      Danke

      1. Hallo,

        die gesetzlichen Bestimmungen des 551 BGB erfordern genau dieses Sparbuch. Da gibt es leider keinen Spielraum. Es muss aber nur dann genutzt werden, wenn der Vermieter darauf besteht. Wenn Sie sich zusammen auf ein andere Anlage verständigen, können Sie im Prinzip alles abschließen was sie möchten. Dann wäre z.B. auch z.B. Tagesgeld, Festgeld oder eine Bürgschaft möglich. Die einzige Bedingung ist, dass beide Mietparteien damit einverstanden sind.

        Viele Grüße

      1. Hallo,

        soweit mir bekannt ist, muss immer derjenige die Kosten übernehmen, der das Konto auf sich eröffnet hat. Wenn es also auf den Vermieter angelegt wurde, muss dieser auch die Gebühren zahlen.

        Viele Grüße

    10. Guten Tag,

      ich hoffe, die Kommentarfunktion ist soweit noch aktiv. Ich hätte eine kurze Frage zu folgendem Sachverhalt und hoffe, Sie könnten ggfs. weiterhelfen: Ich bin kürzlich in meine erste eigene Wohnung umgezogen. Hatte mit der zuständigen Hausverwaltung mündlich ausgemacht, die Mietkaution auf dieselbe Art und Weise zu entrichten, wie es die Vormieterin getan hat – nämlich über die Eröffnung eines Mietkautionsparbuchs und eine anschließende Verpfändung. Ich habe mir unter Anwesenheit einer Zeugin noch einmal mündlich bestätigen lassen, dass dies eine Möglichkeit ist, die Kaution entsprechend für den Vermieter zur Verfügung zu stellen. Im Mietvertrag selbst ist beschrieben, dass die Mietkaution in bar zu leisten ist. Dies wurde von der Hausverwaltung jedoch nicht gefordert. Jetzt nachdem das Sparbuch von mir angelegt worden ist, und ich einen Termin mit der Hausverwaltung zur Übergabe des Sparbuchs vereinbart habe, erhielt ich unerwartet eine E-Mail mit der Nachricht, dass man doch kein Sparbuch akzeptiere und man bevorzugen würde, wenn ich die Kaution auf das Hauskonto der Hausverwaltung überweisen und anschließend der Betrag von dieser auf ein separates Mietkautionskonto transferiert würde.

      Meine Frage wäre daher, ob dies soweit rechtens ist, und man dies so einfach verlangen kann? Immerhin ist die Eröffnung des Sparbuchs bereits mit zusätzlichen Kosten einhergegangen, während zugleich bis dato kein Problem mit dieser Art der Hinterlegung kommuniziert wurde.

      Für Ihre Einschätzung zu diesem Fall wäre ich sehr dankbar.

      Viele Grüße

      1. Hallo,

        zunächst: die grundsätzliche Vorgehensweise der Hausverwaltung ist richtig: Nämlich die Entgegennahme des Geldes von Ihnen in bar mit der anschließenden Anlage auf einem separaten Kautionskonto. Eine abweichende mündliche Vereinbarung müssten Sie tatsächlich durch Zeugen belegen können, was aus Ihren Ausführungen jedoch nicht eindeutig hervorgeht. Das Problem ist, dass es nichts Schriftliches darüber gibt. Vermutlich bleiben Sie auf den Kosten für die Eröffnung sitzen.

        Viele Grüße

    11. Hallo,

      die Verlinkung zur BBBank ist abgelaufen. Gibt es einen neuen Link dazu, oder hat die Bank ihr Angebot komplett eingestellt?

      Vielen lieben Dank

      1. Hallo,

        vielen Dank für Ihren Hinweis. Die BBBank scheint das Angebot tatsächlich eingestellt zu haben. Wir konnten allerdings unser Angebot um die Online SparCard der Deutschen Bank erweitern. Die Konditionen sind exakt dieselben.

        Viele Grüße

    12. Habe folgende Frage. Mein Bruder zieht gerade um: Ist es möglich, dass ich für ihn ein Kautionskonto für seinen Vermieter eröffne? Oder kann das nur der Mieter? Und muss dabei der Mietvertrag bei der Bank vorgelegt werden? Eine letzte Frage: Kann man sich die Bank aussuchen, oder muss ich das Konto bei der Hausbank machen?

      Danke

      1. Hallo,

        ein Konto welches für die Mietkaution angelegt wird, kann immer nur entweder vom Mieter oder Vermieter eröffnet werden, niemals aber von einer unbeteiligten Person. Die Bank verlangt – wie Sie schon richtig vermuten – die Vorlage des Mietvertrags. Sie sind nicht an die Hausbank gebunden, sondern können auch woanders ein Mietkautionskonto eröffnen. Voraussetzung ist, dass dort ein solches Sparkonto angeboten wird.

        Freundliche Grüße

    13. Hallo,

      die Eigentümer GmbH meiner Mietwohnung legt meine Mietkaution des öfteren mal ohne meines Wissens bei verschiedenen Kautions-Anlagebanken an. Meine Zustimmung haben die aber nicht. Frage: Darf der Vermieter nach gesicherter Anlage der Mietkaution, ohne mein Wissen und Zustimmung das vorhandene Mietkautionskonto wieder auflösen, und das Geld woanders anlegen? Ist bei mir innerhalb von ca. 10 Jahren schon 3x geschehen.

      1. Hallo,

        das ist zugegeben eine gute Frage. Meines Wissens ist die Auflösung eines Kautionskontos nur möglich, wenn dem Vermieter ein fälliger Anspruch gegen seinen Mieter zusteht sowie nach Beendigung des Mietverhältnisses. Ganz sicher bin ich mir jedoch nicht. Bitte fragen Sie mal bei Mieterschutzbund nach.

        Freundliche Grüße

    14. Guten Abend,

      ich habe eine Frage zur Mietkaution für ein WG Zimmer. Ich habe einen Untermietvertrag für ein möbliertes Zimmer abgeschlossen. Auf Nachfrage hin wurde mir mitgeteilt, das meine Kaution nicht auf einem Kautionskonto liegt, ich sie jedoch beim Auszug nach Schlüsselübergabe sofort erhalten könnte.
      Ich finde es jedoch nicht sicher, weil ich ja nicht weiß ob, ich das Geld zum Schluss wirklich zurück erhalte. Ist das Verhalten von meinem Vermieter richtig, oder kann ich verlangen, dass er die Kaution auf einem separaten Konto anlegt?

      1. Hallo,

        Sie haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass der Vermieter das Geld auf einem separaten und sicheren Konto getrennt von seinem übrigen Vermögen anlegt. Sie dürfen sogar einen Nachweis hierfür verlangen. Standardmäßig wird hierfür ein klassisches Sparkonto bei einer Bank ausgewählt. Sie können sich jedoch darauf einigen, dass die Kaution auf einem höher verzinslichen Konto, wie z.B. Tagesgeld angelegt wird. Im Gegensatz zum Sparbuch erfordert dies jedoch das Einverständnis des Vermieters.

        Freundliche Grüße

    15. Unterliegt ein Kautionskonto auch der Absicherung bis 100 TEUR je Bankunde? Oder haftet die Bank auch bei Beträgen über 100.000,00 €, also unbegrenzt in Höhe der Einzahlung?

      1. Hallo,

        es ist im Prinzip beides richtig, was Sie sagen. Zunächst gilt die gesetzliche Einlagensicherung, die der Staat bis zu einer Höhe von 100.000 Euro garantiert. Die Einlagensicherung gilt für Banken mit Sitz innerhalb der EU. Darüber hinaus haben die meisten Banken eigene privatwirtschaftlich organisierte Absicherungsinstrumente, die auch höhere Beträge schützen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, sondern ist im Einzelfall vorher zu überprüfen, bevor Sie dort ein Konto eröffnen.

        Freundliche Grüße

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