Schufa-Auskunft für Vermieter: So erhält man sie kostenlos

Schufa-AuskunftDrum prüfe wer sich ewig bindet: Was für Ehen schon lange gilt, hält auch zunehmend in Deutschlands Mietwohnungen Einzug. Wer als Mieter eine neue Bleibe sucht, muss sich zunächst dem Vermieter offenbaren. Eine Schufa-Auskunft entwickelt sich dabei immer mehr zum Standard. Wir erläutern, was in Sachen Bonitätsprüfung erlaubt ist, und wie man sie kostenlos erhält.

➥ Das Wichtigste auf einen Blick

  • 1. Über die Schufa erhält der Vermieter Informationen zur Kreditwürdigkeit seiner Wohnungsbewerber.
  • 2. Mieter können die Auskunft selbst online beantragen, und zur Wohnungsbesichtigung mitbringen.
  • 3. Es gibt eine kostenlose Eigenauskunft mit allen verfügbaren Daten sowie eine kostenpflichtige Bonitätsauskunft, die nur notwendige Informationen zur Weitergabe an Dritte enthält.

Wo bekomme ich die Schufa-Auskunft kostenlos?

Eine positive Bonitätsauskunft ist heutzutage für viele Mieter der Türöffner zur gewünschten Wohnung. Denn damit können Sie Ihrem zukünftigen Vermieter Ihre Verlässlichkeit in Zahlungsfragen nachweisen. Doch woher bekomme ich nun schnell und unkompliziert das wichtige Dokument? Es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten, eine Schufa-Auskunft für Vermieter zu beziehen. Das eine ist die Datenübersicht nach §15 DS-GVO (Datenschutz-Grundverordnung), welche die Schufa Verbrauchern einmal im Jahr kostenlos zur Verfügung stellt. Die zweite Möglichkeit ist die gebührenpflichtige Bonitätsauskunft. Die beiden Nachweise unterscheiden sich in einigen Punkten, wie z.B. Umfang und Gliederung der enthaltenen Informationen sowie der Dauer bis zur Verfügbarkeit der Daten. Während die kostenpflichtige Variante sofort online verfügbar ist, wird die kostenlose Selbstauskunft erst nach einigen Tagen auf dem Postweg versandt. Entnehmen Sie bitte die Details der folgenden Tabelle, wo Sie Ihre gewünschte Schufa-Auskunft direkt online beantragen können.

Version
Übersicht §15 DS-GVO
Bonitätsauskunft z.B. für Mieter

Was steht drin?

Übersicht nach §15 DS-GVO
  • laufende Verträge, eigener Schufa-Score, Negativ-Merkmale
  • keine Trennung zwischen Daten für Eigengebrauch und Weitergabe
Bonitätsauskunft, z.B. für Mieter
  • alle Daten der kostenlosen Auskunft: jedoch getrennte Auflistung für Eigengebrauch und Weitergabe
  • Vermieter erhält nur Informationen die nötig sind, um Vertrauen aufzubauen.

Was kostet es?

Übersicht nach §15 DS-GVO
  • kostenlos
  • Bonitätsauskunft
    • einmalig 29,90 Euro

    Dauer + Beantragung

    Übersicht nach §15 DS-GVO
    bis zu 14 Tage, Postversand

    Bonitätsauskunft
    Online: Daten sind sofort nutzbar.

    Was steht in der Schufa-Auskunft für Vermieter drin?

    Die Schufa-Auskunft ist ein Dokument, welches die Kreditwürdigkeit einer Person abbildet, und in einem Zahlenwert, dem sogenannten Score ausdrückt. Sie besteht aus mehreren Seiten, und umfasst neben persönlichen Daten aktuelle Vertragspartner wie z.B. Banken oder Mobilfunkanbieter. Die Auskunft enthält zudem Angaben zur Zahlungshistorie. Existieren sogenannte Negativ-Merkmale wie z.B. bis zuletzt unbezahlte Rechnungen, Mahnbescheide oder Vollstreckungen, sind diese ebenfalls dort aufgeführt. Andernfalls wird von der Schufa bestätigt, dass über die Person keine Negativeinträge vorliegen. Um nachzuvollziehen was genau wo drin steht, muss wiederum zwischen der kostenlosen Eigenauskunft sowie der kostenpflichtigen Bonitätsauskunft unterschieden werden. Beide Schufa-Auskünfte enthalten sowohl Daten für den Eigengebrauch, als auch Informationen die zur Weitergabe an Dritte wie z.B. den Vermieter gedacht sind. In der kostenpflichtigen Version befinden sich die beiden Bereiche auf unterschiedlichen Seiten, und sind somit zur einfachen Weitergabe bereits vorbereitet. In der kostenlosen Variante werden die Daten nicht voneinander getrennt aufgelistet. Soll der Vermieter bestimmte Informationen nicht erhalten, müssen diese geschwärzt werden. Zu den genauen Inhalten siehe Zusammenfassung oben

    Welcher Teil davon ist für den Vermieter?

    Der Vermieter darf nur den Teil der Schufa-Auskunft verlangen, aus dem die persönlichen Daten wie Name und Anschrift sowie die Einschätzung der eigenen Bonität hervorgeht. Wichtig hierbei ist der sogenannte Score, welcher die Zuverlässigkeit in Zahlungsfragen einer Person in einer Kennzahl ausdrückt. Alle anderen Informationen sind nicht zur Weitergabe, sondern nur für den eigenen Gebrauch bestimmt. Dazu gehört z.B., bei welcher Bank Sie Ihr Konto haben, oder wie hoch Ihr Dispokredit ist.

    Kosten, Dauer und Gültigkeit

    Auch hier muss man wieder zwischen der Datenübersicht nach 15 DS-GVO sowie der Bonitätsauskunft unterscheiden. Die Eigenauskunft wird Ihnen einmal jährlich von der Schufa kostenlos zur Verfügung gestellt. Die gebührenpflichtige Variante kostet einmalig 29,95 Euro. Alternativ zu den einmaligen 29,95 Euro kann auch ein Aboservice mit zusätzlichen Leistungen für monatlich 3,95 Euro gebucht werden. Die Bonitätsauskunft für 29,95 Euro steht sofort nach dem Ausfüllen des Online-Antrags zur Verfügung. Bei der kostenlosen Variante müssen Antragsteller eine Dauer von 2 Wochen einplanen. Der Versand erfolgt auf dem Postweg. Einen bestimmten Zeitraum, wie lange eine Schufa-Auskunft gültig ist, gibt es nicht. Üblich sind in der Praxis wenige Wochen. Das liegt daran, dass sich die Bonität einer Person jederzeit ändern kann, sodass die Informationen mit zunehmender Dauer an Aktualität verlieren. Wie alt das Dokument sein darf, entscheidet derjenige der es sehen möchte, in dem Fall der Vermieter.

    Ist die kostenlose Schufa für Vermieter ausreichend?

    Beide Auskünfte sind grundsätzlich zur Vorlage beim Vermieter ausreichend und auch geeignet. Sie unterscheiden sich jedoch – wie oben schon beschrieben – in 2 wesentlichen Dingen: dem Zeitraum bis zur Verfügbarkeit sowie dem Schutz der Privatsphäre. So enthält die kostenlose Schufa-Auskunft auch Informationen, die nur für Sie als Mieter bestimmt sind. Welche Variante Sie wählen sollten, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Die Entscheidung müssen Sie letztlich selbst treffen. Wichtige Kriterien für die Auswahl sind:

    • 1. Wie schnell benötige den Bonitätsnachweis?
    • 2. Möchte ich Daten schwärzen, oder lege ich Wert auf eine saubere Trennung?
    • 3. Habe ich noch Fragen zum Thema, bzw. benötige eine Beratung?

    Ist eine Schufa-Auskunft für Mieter verpflichtend?

    Die Schufa ist keine Behörde, sondern lediglich ein privates Unternehmen, welches ebenso wie jeder andere Betrieb eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt. Daher hat der Vermieter keinen gesetzlichen Anspruch auf die Auskunftserteilung durch den Mieter. Die Vorlage ist ausdrücklich nur mit dessen Einwilligung möglich, weshalb Eigentümer in der Praxis auf eine freiwillige Aushändigung des Dokuments setzen. In der Praxis kommt ein Mietvertrag jedoch häufig nur dann zustande, wenn die Bonitätsauskunft vorgelegt wird. Wer bei der Wohnungsbesichtigung seinen zukünftigen Vermieter von sich überzeugen möchte, sollte den Nachweis daher möglichst nicht verweigern. Auch der Hausherr kann im Namen des Mieters die Bonitätsauskunft einholen. Hierfür muss der Mieter seine schriftliche Einwilligung erteilen. Die Erlaubnis gilt jedoch immer nur für eine einmalige Abfrage.

    Warum wird eine Bonitätsprüfung durchgeführt?

    Wer Wohnraum vermietet, geht finanzielle Risiken ein. Die größte Gefahr für einen Vermieter stellen sogenannte Mietnomaden dar. Verständlicherweise möchte er sich deshalb vor Personen mit schlechter Zahlungsmoral schützen. Hier kommt die Schufa ins Spiel. Sie bewertet die jeweilige Person mit einem Score. Dies ist eine Kennzahl in Prozent zwischen 0 und 100. Der Score bewertet die Höhe der Wahrscheinlichkeit, mit der eine Person voraussichtlich ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Oder umgekehrt betrachtet: die Höhe des Risikos eines Zahlungsausfalls. Aus Angst vor finanziellen Verlusten setzen viele Eigentümer einen hohen Schufa-Score voraus, und vermieten weniger gern an Personen mit nur durchschnittlicher Bonität. Natürlich ist es auch möglich, trotz schlechterer Schufa eine Wohnung zu mieten. Die Wirtschaftsauskunftei listet neben den aktuellen Personen- und Vertragsdaten sowie dem Score auch sämtliche Vorfälle auf, bei denen es in der Vergangenheit zu Abweichungen vom normalen Zahlungsverhalten der Person kam. Hierdurch erfahren Vermieter z.B., ob frühere Hauseigentümer den Mieter auf Zahlungsrückstände verklagen mussten, oder ob es zur Vollstreckung einer Räumungsklage kam.

    38 Gedanken zu „Schufa-Auskunft für Vermieter: So erhält man sie kostenlos“
    1. Guten Tag,

      ich suche sehr dringend eine Wohnung im Raum Essen. Da meine Wohnung hier in Rheine zu groß und teuer ist, möchte meine Vermieterin die Wohnung ganz schnell weitervermieten. Da ich aber mit 900 Euro in der Schufa stehe, weiß ich nicht weiter. Ich habe keine Mietschulden. Die Miete kommt direkt vom Jobcenter, und würde auch gleich an den Vermieter überwiesen. Ich habe chronisches Asthma, und habe vom Gesundheitsamt schriftlich, dass ich eine Mietwohnung im Erdgeschoss brauche. Erster Stock geht auch noch. Bin echt schon so verzweifelt. Mir wurde auch zum 01.02. gekündigt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Silvia

      1. Hallo,

        zunächst kann ich Sie beruhigen. Sie werden nicht von heute auf morgen auf die Straße gesetzt, auch wenn das Mietverhältnis gekündigt wurde. Bis eine Räumungsklage durchgesetzt wird, können mehrere Monate vergehen. Natürlich ist die Wohnungssuche mit einem Negativeintrag schwierig. Wir haben allerdings zu diesem Thema vor einiger Zeit einen interessanten Artikel geschrieben, den ich Ihnen empfehlen möchte.

        Viel Erfolg

    2. Hallo,

      ich habe mal eine Frage: wie lange ist eigentlich so eine Schufa-Auskunft gültig? Ich habe meine erst vor ein paar Monaten beantragt, meine Frau ungefähr vor einem halben Jahr, Unsere Wohnungssuche zieht sich nun schon länger hin. Nun sagte uns jemand bei der letzten Wohnungsbesichtigung, dass unsere Auskünfte nicht mehr aktuell genug wären. Müssen wir neue vorlegen? Dann müssten wir Geld bezahlen.

      Danke

      1. Hallo,

        eine bestimmte Dauer für die Gültigkeit gibt es nicht. Sie müssen es sich so vorstellen: je aktueller eine Auskunft ist, desto mehr Aussagekraft hat sie. Oder andersherum: je mehr Zeit danach vergeht, desto eher kann sich die Bonität der Person inzwischen verschlechtert haben. Meine Antwort wäre hier kurz und knapp: ja, darf er. Es ist letztlich immer der Hausherr der entscheidet, ob ihm die Bonität des Mietinteressenten ausreicht oder nicht.

        Viel Erfolg

    3. Hallo,

      bin gerade mit zwei Monatsmieten in Rückstand. Mein Vermieter droht nun mich rauszuwerfen, und zudem die Mietschulden bei der Schufa zu melden, wenn ich nicht sofort zahle. Darf er das so einfach? Weil ich auch demnächst umziehen möchte, und dann mit einem Eintrag eine Wohnung finden…mehr brauche ich ja nicht sagen…ich bin gerade echt verzweifelt…

      Ich hoffe Sie können mir helfen.

      Vielen Dank

      1. Hallo,

        zunächst kann ich Sie beruhigen. Niemand kann einfach so irgendetwas der Schufa melden. Ihr Vermieter benötigt hierfür zunächst einen amtlichen Titel. Diesen bekommt er vom Gericht. Vorher muss es jedoch ein gerichtliches Mahnverfahren gegen Sie gegeben haben. Also erstmal kommen Mahnungen, dann kommt ein Mahnbescheid, und erst im nächsten Schritt wird ein Gericht eingeschaltet. Oder, davon schreiben Sie jedoch nichts: Wenn es sich bei der Vermietung um eine der großen Wohnungsgesellschaften handelt, können diese ggfls. Meldungen tätigen, ohne einen gerichtlichen Titel zu haben. Das geht jedoch auch nicht einfach so, und – so weit mir bekannt ist – nicht bereits wegen zwei Mietrückständen.

        Was Sie jedoch dringend beachten sollten: Gemäß §543 Abs. 2 kann einem Mieter gekündigt werden, wenn dieser „für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung der Miete in Verzug ist“. Ich kann und darf Ihnen hier keine Rechtsberatung geben. Mein privater Rat an Sie wäre jedoch: Kümmern Sie sich zeitnah um Ihre Schulden!!!

        Viel Erfolg

    4. Hallo,

      folgender Fall: ich interessierte mich vor ein paar Wochen für eine Wohnung, und ging zum Besichtigungstermin. Der Vermieter fragte mich nach ein paar Daten, ich glaube es war Name, Geburtsdatum und meine aktuelle Adresse. Etwa eine Woche später erkundigte ich mich nach dem Stand der Dinge…Doch ich bekam eine Absage mit der Begründung: Ich käme nicht mehr als Bewerber in Frage, meine Bonität wäre laut der Schufa zu schlecht. Jedoch habe ich dort weder eine Auskunft zur Verfügung gestellt, noch mein Einverständnis dazu erteilt. Wie kann das sein? Ist das erlaubt?

      1. Hallo,

        das kommt mir in der Tat etwas merkwürdig vor. Laut meinem Kenntnisstand gibt es zwei Möglichkeiten die Schufa eines Mietinteressenten abzufragen:

        1. Der Vermieter ist Vertragspartner der Schufa, und kann die Abfrage selbst tätigen. Hierzu benötigt er jedoch immer die schriftliche Einwilligung des Mieters.
        2. Der Mieter beantragt die Auskunft selbst (siehe Artikel oben), und legt sie z.B. beim Besichtigungstermin vor.

        Viele Grüße

    5. Hallo,

      ist es normal, bzw. darf ein Vermieter die Schufa von beiden Ehepartnern anfordern? Auch wenn ein Teil Hausmann bzw. Hausfrau ist, und nur ein Ehepartner den Mietvertrag unterschreiben möchte, und dieser eine Auskunft vorgelegt hat?

      Danke im Voraus für eine Antwort

      VG
      Suzanne

      1. Hallo,

        falls tatsächlich nur einer der Ehepartner den Mietvertrag unterschreibt, sollte normalerweise die Bonitätsprüfung dieser Person ausreichen. Aber der Eigentümer der Wohnung natürlich die Regeln bestimmen, nach denen der Mietvertrag zustande kommt. Im Zweifel wird er sich für einen anderen Mietbewerber entscheiden. Es gibt zwar kein Gesetz, nachdem ein Mieter oder generell eine Person zur Vorlage einer Schufa-Auskunft verpflichtet ist. Es geht letztlich auch nicht darum, was erlaubt oder verboten ist. Entscheidend ist, dass der Hausbesitzer immer am längeren Hebel sitzt, gerade wenn sich genug Interessenten um die Wohnung bewerben.

        Viele Grüße

    6. Ich bin Studentin, und möchte aktuell eine Wohnung beziehen. Der neue Vermieter verlangt neben der Bürgschaft meines Vaters zusätzlich, dass er noch in den Mietvertrag aufgenommen wird. Ist das rechtlich okay? Es müsste doch als Rücksicherung das Bürgschaftsschreiben sowie die komplette Einsicht in die Schufa plus Gehaltsnachweise ausreichen?

      1. Hallo,

        wie ein Kommentar weiter oben schon beschrieben: Es gibt hier kein rechtlich o.k. oder nicht o.k. Es immer die Frage was die Mietparteien frei vereinbaren, und inwieweit alle Beteiligten damit einverstanden sind. Sie sind als Mietinteressent gesetzlich zu gar nichts verpflichtet. Sie müssen weder Gehaltsnachweise und weitere Personen vorhalten, noch Ihre Bonität nachweisen. Allerdings bestimmt der Vermieter die Regeln, und kann den Daumen – ganz wie er möchte – heben oder senken. Verhandlungsspielraum haben Sie letztlich nur dann, wenn der Hausherr ebenso auf Sie als Mieter angewiesen ist wie andersherum.

        Viele Grüße

    7. Hallo,

      mein Vater hat eine sehr schlechte Schufa, weshalb wir keine Wohnung finden. Ich möchte jedoch in jedem Fall umziehen, da mir die jetzige Wohnung nicht gefällt. Kann ich den Mietvertrag auf meinen Namen abschließen? Ich bin volljährig, und fange in einer Woche eine Ausbildung an. Einen Bekannten der uns den Gefallen tut, einen Mietvertrag für uns zu unterschreiben, haben wir nicht.

      Wäre dankbar für eine Antwort.

      1. Hallo,

        da Sie volljährig sind, können Sie alle möglichen Verträge, also auch grundsätzlich auch einen Mietvertrag abschließen. Die Frage ist, ob sich ein Wohnungseigentümer darauf einlässt, da Sie als Auszubildender wahrscheinlich nicht über genug Einkommen verfügen. Eventuell lässt er sich jedoch auf Ihren Vertrag ein, wenn sich Ihr Vater (bei entsprechendem Einkommen) als Bürge zur Verfügung stellt. Es ist aber möglich, dass der Vermieter auch von Ihrem Vater eine Schufa-Auskunft verlangt, und ihn dann als Bürgen ablehnt.

        Viele Grüße

    8. Hallo,

      ich habe eine Wohnung „angeboten“ bekommen. Die Genossenschaft wollte jedoch beide Teile der Schufa sehen. Auf Nachfrage wieso, da der zweite Teil ja nur für mich persönlich bestimmt ist, bekam ich nur die Antwort: Es wäre nötig. Ansonsten könne man mir die Wohnung nicht vermieten. Ist das rechtens? Bzw kann man dagegen vorgehen?

      Vielen Dank und liebe Grüße

      1. Hallo,

        eine (rechtliche) Möglichkeit dagegen vorzugehen, ist mir nicht bekannt. Die Aufgliederung / Aufteilung der einzelnen Bereiche entspricht keiner gesetzlichen Vorgabe, sondern ist quasi als „Empfehlung der Schufa“ zu verstehen. Das Problem ist, dass sich der Vermieter nicht daran halten muss, sondern die Vergabe der Wohnung von seinen Vorstellungen abhängig machen kann. Ich bedaure, Ihnen keine andere Antwort geben zu können.

        Ich wünsche Ihnen trotzdem weiterhin viel Durchhaltevermögen und Erfolg bei der Wohnungssuche.
        Viele Grüße

    9. Hallo,

      mein Mann und ich suchen gerade eine Wohnung. Ich habe einen negativen Eintrag in meiner Schufa-Auskunft. Mein Mann hat nichts drin stehen. Was kann ich machen, damit wir eine Zusage bekommen??

      1. Hallo,

        es kommt auch darauf an, um welche Art von Eintrag es sich handelt. Wenn es nur eine Kleinigkeit ist, sieht der Vermieter eventuell darüber hinweg. Falls Ihr Mann genug verdient, reicht es eventuell auch aus, wenn der Mietvertrag nur auf ihn läuft. Ansonsten können Sie ihm noch das Angebot unterbreiten, mehrere Mieten im Voraus zu zahlen. Das zieht oft als Argument.

        Viel Erfolg

    10. Sehr geehrte Damen und Herren,

      ich hatte in der Vergangenheit mit titulierten Forderungen und daraus resultierendes Schufa-Einträgen zu tun. Jedoch konnte ich mich durch eigene Einsicht, viel Verhandlungsgeschick und unter Einsatz aller finanziellen Ressourcen durch Ratenzahlungen und Vergleichen innerhalb nur einen Jahres (2018) über eine Gesamtschuld von EUR 12.000 bei 14 Gläubigern komplett entschulden. Alle drei Einträge haben nun einen Erledigungsvermerk. Ich bin mir über die 3-jährigen Löschungsfristen zum Jahresende im Klaren, und habe meinen Score-Wert von 0,5% auf 93,5% steigern können. Aus beruflichen Gründen erwäge ich nun einen Umzug in ein anderes Bundesland. Nun zögere ich, weil ich nicht weiß, welche Informationen in der Schufa für Vermieter übermittelt werden. Und macht es überhaupt Sinn, mich mit meiner aktuellen Bonität um eine neue Wohnung zu bemühen?

      Daher folgende Fragen: Erfährt der Eigentümer, dass alle Forderungen getilgt und somit erledigt sind? Und verlangt er generell eine Bonität von 100% oder reichen 93,5% aus? Kann es von Vorteil sein ihm meine Schufa komplett offenzulegen, so dass er die Erledigungsvermerke erkennt? Ich bin nun schuldenfrei, und gleichzeitig mehr verunsichert als jemals zuvor.

      Ich freue mich über eine kurze Einschätzung meiner Situation.
      Mit besten Grüßen aus Berlin
      O.D.

      1. Hallo,

        zunächst kann ich Sie beruhigen. Ihr Vermieter erfährt nur Ihren aktuellen Score. Es wird kein Hinweis darauf gegeben, wie er zu Stande kommt, oder wie hoch er früher war. Hierfür müssten Sie jedoch die kostenpflichtige Bonitätsauskunft wählen, da hier keine zusätzlichen Daten einsehbar sind. Oder Sie entscheiden sich für die kostenlose Schufa-Auskunft. Dann müssten Sie allerdings zusätzliche Infos schwärzen, damit sie nicht einsehbar sind. Der Score ist für Ihre Verhältnisse, nachdem was Sie schreiben, wirklich gut. Allerdings können viele andere Mieter einen Score oberhalb von 95% oder 97% vorweisen. Letztlich kommt es bei der Zusage für eine Wohnung aber auf das Gesamtbild an. Ein sicheres Einkommen in ausreichender Höhe ist immer noch der wichtigste Punkt. Tipp von mir: punkten Sie mit handwerklichem Geschick sowie einem Ehrenamt, falls vorhanden.

        Viel Erfolg

    11. Hallo,

      mein Lebensgefährte und ich suchen eine neue Wohnung für uns und unsere Kinder. Nun ist es so, dass ich mit meinem Ex-Mann eine Firma( GmbH) hatte, die 2018 Insolvenz anmelden musste. Dadurch dass auch Arbeitnehmeranteile nicht bezahlt wurden, beim Finanzamt Schulden sind, ich Bürgschaften unterschrieben habe, fällt nun alles auf mich privat zurück. Nun musste ich Privatinsolvenz anmelden. Wie stehen die Chancen, eine neue zu Wohnung finden? Da unser jetziges Wohnhaus in 2 Jahren abgerissen wird, sind wir also gezwungen früher oder später umzuziehen!

      1. Hallo,

        bitte entschuldigen Sie zunächst die verspätete Rückmeldung. Ich hoffe Ihr Anliegen ist noch aktuell. Ihre Privatinsolvenz wird wohl in der Schufa stehen. Somit müsste der Mietvertag allein auf Ihren Mann laufen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Sie es bei einem Vermieter versuchen, der keine Schufa-Auskunft verlangt. Ich empfehle Ihnen auch unseren Artikel: Wohnung mieten trotz Schufa-Eintrag.

        Viel Erfolg

    12. Hallo,

      ich habe eine Frage, ich habe einen Kredit am laufen, den ich natürlich korrekt abzahle. Aber ich fürchte vielleicht könnten sich potenzielle Vermieter davon abschrecken lassen. Welchen Teil der Schufa-Auskunft muss ich dem Vermieter vorlegen: Die einseitige Bonitätsauskunft, in der bescheinigt wird, dass nur positive Zahlungsinformationen angezeigt werden? Oder auch das Blatt mit dem Orientierungswert oder alle Blätter mit detaillierter Auskunft?

      Und welche der Infos bekommt der Vermieter zu sehen, wenn er eine eigene Auskunft über mich bei der Schufa anfordert?

      Danke sehr

      1. Hallo,

        Sie müssen nur die Gesamtbewertung vorlegen. Die Details und laufenden Verträge sind nicht notwendig. Wenn der Vermieter die Auskunft selbst anfordert, bekommt er meines Wissens auch nicht mehr zu sehen.

        Viele Grüße

    13. Hallo,

      ich habe folgendes Problem: Bin 33, Frührentner und musste letztes Jahr aus meiner Wohnung ausziehen. Habe Fernwärmeschulden bei den Stadtwerken. Heizung, Warmwasser, Kaltwasser und Abwasser waren alles in der Energiekostenpauschale enthalten. Habe dort einen eigenen Vertrag bei den Stadtwerken, und jahrelang nichts bezahlt – mit entsprechenden Schuldenberg. Nun musste ich notgedrungen – weil ich keine andere Bleibe fand – auf ein einsames Dorf ziehen in ein möbliertes Zimmer. Nun bin ich leider nur per Rad mobil. Würde gern mein Leben in den Griff kriegen. Nur leider ist alles zu weit weg. Selbst der nächste Supermarkt ist 10 km entfernt. Was kann ich tun, um wieder in der Stadt leben zu können? Ich komme ohne Führerschein in dem Dorf nicht klar. Habe leider niemanden, der für mich eine Wohnung mieten kann.

      Gibt es für mich noch Rettung oder ist es aussichtslos? Gibt es Vermieter die keine Schufa Auskunft verlangen?

      1. Hallo,

        ich empfehle Ihnen zunächst diesen Artikel sowie diesen hier. Dort finden Sie noch ein paar Ideen. Es gibt sicher noch einige private Vermieter, die nicht nach einer Schufa-Auskunft fragen. Bei den großen Wohnungsgesellschaften sieht es wahrscheinlich eher schlecht aus. Was Ihre Finanzen betrifft, sollten Sie sich an eine Schuldenberatungsstelle werden.

        Viel Erfolg

    14. Hallo,

      ich bin durch einige familiäre Probleme und Sterbefälle verschuldet. Verdiene aber regelmäßig festes Einkommen. Stehe negativ in der Schufa, und die Bonität ist mies. Ich bin aber ein ordentlicher ruhiger Mensch, der einfach eine kleine gemütliche Wohnung sucht. Werde womöglich bestraft, weil ich als Schuldner einem Verbrecher gleichgestellt werde. Miete und Kaution sind zahlbar. Trotzdem wird man ausgegrenzt, obwohl man neu anfangen will, um nicht noch tiefer zu sinken.

      1. Hallo,

        nicht alle Vermietungen verlangen eine Schufa-Auskunft. Gerade kleine private Vermieter fragen oft nicht danach. Sie haben wahrscheinlich aktuell nur eine Chance auf eine Wohnung, wenn Sie keine Schufa vorlegen müssen. Oder Sie finden jemanden, der für Sie einen Mietvertrag abschließt.

        Viel Erfolg

    15. Guten Tag,

      wir haben vor umzuziehen. Bei uns sind keine Mietschulden vorhanden. Wir haben uns auch eine Bescheinigung des jetzigen Vermieters ausstellen lassen. Nun haben wir eine Wohnung von privat gefunden. Die wollen viele Unterlagen, z.b. auch die Schufa-Auskunft von uns beiden. Wie gehen wir vor? Da wir seit 2016 in der Privatinsolvenz sind, ist auch die Schufa negativ. Für uns ist das neu: Unser alter Vermieter wollte nur Lohnzettel etc. Wie sollen wir uns jetzt verhalten?

      Liebe Grüße und danke für die Antworten

      1. Hallo,

        wenn Sie umziehen möchten, müssten Sie einen Vermieter finden, der keine Schufa von Ihnen verlangt. Andernfalls rate ich Ihnen, in der aktuellen Wohnung zu bleiben, bis Ihre Privatinsolvenz vorüber ist, und Ihre Schufa-Einträge gelöscht sind.

        Freundliche Grüße

    16. Hallo,

      mein Mann hat eine sehr schlechte Schufa, und ist auch in Privatinsolvenz wegen Schulden, die Jahre her sind. Ich dagegen habe eine sehr gute Schufa-Auskunft. Unser jetziger Vermieter hat uns auch eine positive Vermieterbescheinigung ausgestellt. Haben wir nun schlechtere Chancen, eine Wohnung zu finden?

      Vielen Dank im Voraus.

      1. Hallo,

        bei einem gemeinschaftlichen Mietvertrag könnte dies zu Schwierigkeiten führen. Eventuell lässt sich Ihr Vermieter aber darauf ein, den Mietvertrag nur mit Ihnen abzuschließen. Verfügen Sie über ein gutes Einkommen? Vielleicht kann man ihn damit in Kombination mit der positiven Bescheinigung überzeugen. Aber mit Sicherheit sagen, kann ich das nicht. Am besten Sie finden eine Wohnung, wo gar nicht erst nach einer Schufa-Auskunft gefragt wird.

        Viel Erfolg!

    17. Hallo,

      seit Oktober 2019 bin ich aus der Privatinsolvenz raus. Ich Interessiere mich für eine Wohnung, und habe mir heute meine Schufa Auskunft online bestellt. Dort ist der Vermerk „Restschuldbefreiung“ verzeichnet. Wie stehen meine Chancen eine Wohnung zu bekommen? Ich habe ein sehr gutes Einkommen, und ein achtjähriges durchweg positives Mietverhältnis.

      Lieben Dank

      1. Hallo,

        der Vermerk Restschuldbefreiung lässt ja auf eine vergangene Privatinsolvenz schließen. Das bedeutet, dass sich Ihre Chancen auf dem Wohnungsmarkt verschlechtern. Sie sollten innerhalb der nächsten 3 Jahre diese Schufa-Auskunft möglichst keinem Vermieter vorlegen. Erst danach kann der Eintrag gelöscht werden.

        Freundliche Grüße

    18. Hallo,

      ich beziehe momentan krankheitsbedingt eine Erwerbsunfähigkeitsrente und zusätzlich Grundsicherung. Meine Schufa-Score ist nach einem Bankwechsel um ca. 5% auf 89% gefallen. Ich hatte noch nie Mietschulden. Da ich es generell schon peinlich finde, dass ich auf Sozialhilfe angewiesen bin, wundere ich mich nicht, dass ich Probleme habe eine Wohnung zu finden. Wenn es aber tatsächlich zu einer Besichtigung kommen sollte, und der Vermieter eine Schufa-Auskunft verlangt, sieht es natürlich aus, als würde ich meine Rechnungen nicht bezahlen.

      Es ist wirklich frustrierend.

      1. Hallo,

        die Schufa belohnt Stetigkeit. Sie bestraft umgekehrt häufige Wechsel der Vertragspartner oder auch mehrere Verbindungen, insbesondere wenn es zu viele sind. Das Girokonto bei der Bank ist hierfür ein gutes Beispiel. Die Devise lautet: Weniger ist mehr, und länger ist besser. Man sollte möglichst nicht 3 Girokonten haben, oder 5 Kreditkarten. Dann kommt es natürlich darauf an, wer die Bankverbindung gekündigt hat, die Bank oder der Kunde. Auch das weiß die Schufa.

        Wenn Sie diese Punkte beherzigen, steigt der Score auch wieder an. Zahlen Sie immer Ihre Rechnungen pünktlich, und verzichten Sie im Zweifel auf Verträge, bei denen Sie nicht wissen, ob und wie lange Sie die Raten bedienen können.

        Viel Erfolg

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